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Geschlechterstereotype in Medien und Werbung

Aussenministerin Hasler beim Catalysts for change: breaking down gender stereotypes in media and advertising
Mein-Nackenkissen Werbung

Gestern fand in New York ein wichtiges Side-Event am Rande der UN-Generalversammlung statt. Vertreter von Regierungen, Medien, Werbeindustrie und Zivilgesellschaft, diskutierten, wie Geschlechterstereotype in Medien und Werbung abgebaut werden können.

Medien und Werbung sind Teil unseres Alltags und haben enormen Einfluss darauf, wie wir Geschlechterrollen wahrnehmen. Leider werden dort immer noch häufig überholte Klischees transportiert, die zu Ungleichheit zwischen Männern und Frauen beitragen. Der Europarat als Europas führende Menschenrechtsorganisation setzt sich seit langem für Geschlechtergleichstellung und gegen Sexismus in den Medien ein.

Aussenministerin Dominique Hasler eröffnete als Vorsitzende im Ministerkomitee des Europarats die Veranstaltung. Ernüchternde Zahlen präsentierte Sara Macharia vom Global Media Monitoring Project: Seit 1995 ist der Frauenanteil in den Nachrichten nur von 17% auf 25% gestiegen. Bei diesem Tempo wären noch 70 Jahre nötig, um Parität zu erreichen. Besonders unterrepräsentiert sind Frauen aus marginalisierten Gruppen. Zudem verfestigen viele Berichte eher Stereotype, als sie aufzubrechen.

«Nur wenn alle an einem Strang ziehen, auch und gerade Männer in Führungspositionen, könne echte Gleichberechtigung erreicht werden.«

Dominique Halser

Doch es gibt auch positive Beispiele. Jose Vidal von der NGO Equimundo berichtete von erfolgreichen Kooperationen mit großen Marken, um in deren Werbung positivere Männerbilder zu verankern. Der Schlüssel sei, die Menschen in den Medienhäusern abzuholen und einzubinden, statt sie nur zu kritisieren.

Das gestrige Event hat gezeigt: Es gibt noch viel zu tun, aber auch viele engagierte Akteure, die daran arbeiten, überholte Geschlechterklischees endlich zu überwinden. Medien und Werbung können enorm zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen – diese Chance müssen sie nutzen.

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