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Proteste in Italien für freien Strandzugang

Strand in Alessio
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In Italien gibt es wachsende Proteste von Bürgern, die freien Zugang zum Meer fordern. Aktivisten protestieren gegen den zunehmenden Trend, alle Küstenbereiche an private Strandbetreiber zu übergeben, wo die Menschen hohe Preise für die Miete von Sonnenliegen und Sonnenschirmen zahlen müssen.

Im gehobenen Viertel Posillipo in Neapel kritisierten Demonstranten die Entscheidung der Gemeinde, ein Online-Buchungssystem für den Strandzugang einzuführen. Wer keine Reservierung hat, darf die Strände nicht betreten und die verfügbaren Plätze sind normalerweise innerhalb weniger Stunden ausgebucht.

Die Proteste haben sich auch auf andere Teile Italiens ausgeweitet, wie die Toskana, die Riviera der Emilia Romagna und Ligurien, wo die Menschen für das Recht auf freien Zugang zu Stränden kämpfen. Daten zeigen, dass der freie Zugang zu Stränden immer schwieriger wird, da ein grosser Teil der Strände in Italien privatisiert wurde und von privaten Strandbetrieben betrieben wird.

Im beliebten Touristenort Lignano Sabbiadoro sind 83 % der Strände privatisiert, in der Toskana sind es fast 100 %. Wer schwimmen will, muss teure Solarien mieten, deren Preise 2024 zudem deutlich angestiegen sind – ein Problem für Familien, wie der Verbraucherschutzverein Codacons immer wieder beklagt.

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