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Neue Erkenntnisse nach der FOMC-Sitzung

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Nach der jüngsten Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) am 31. Januar 2024 erlebten die Märkte erneut eine Achterbahnfahrt, als die US Federal Reserve beschloss, die Zinssätze bei 5,25-5,50% zu belassen und die Quantitative Straffung (QT) unverändert zu lassen. Die Policy-Erklärung, wie erwartet, zeigte eine Verschiebung der Sprache von einer straffenden zu einer lockeren Haltung.

Die Perspektive von Pictet Wealth Management legt nahe, dass der erste Zinsschnitt im Juni erfolgen könnte, gefolgt von weiteren Schnitten in den folgenden Sitzungen im Laufe des Jahres. Die Möglichkeit eines früheren Schritts im März wird nicht vollständig ausgeschlossen, abhängig von unerwarteten Abweichungen bei der Inflation oder einer signifikanten Verschlechterung des Arbeitsmarkts.

Xiao Cui, Senior Economist bei Pictet Wealth Management, lieferte wertvolle Einblicke in die Entscheidungen des FOMC und die Kommentare von Chairman Powell während der Pressekonferenz.

März-Zinssenkungen unwahrscheinlich

Trotz anfänglicher marktinterpretationen, die sich einer dovishen Haltung zuwandten, führten Powells anschliessende Kommentare während der Pressekonferenz zu einem eher hawkischen Ton. Powell lehnte die Möglichkeit einer Zinssenkung im März ab und äusserte Bedenken hinsichtlich des Vertrauens des FOMC, bis dahin das gewünschte Inflationsniveau zu erreichen. Powell schloss einen Zinsschnitt im März nicht vollständig aus, betonte jedoch die Notwendigkeit von Vorsicht und einer genaueren Beobachtung des wirtschaftlichen Umfelds.

Inflation als Entscheidungskriterium

Cui betonte die Bereitschaft der Fed, zu lockern, und hob ihre vorsichtige Herangehensweise und mangelnde Dringlichkeit hervor. Powell betonte die Bedeutung, keine umkehrbaren Entscheidungen zu treffen und bezeichnete den ersten Zinsschnitt als «hochgradig folgenschwer». Die Fed strebt einen nachhaltigen Fortschritt in der Disinflation an, bevor sie einen Zinssenkungszyklus einleitet, und äusserte Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit des in den letzten sechs Monaten erzielten Fortschritts.

Wachstum und Arbeitsmarkt-Dynamik

Entgegen früheren Aussagen äußerte Powell keine Bedenken darüber, dass starkes wirtschaftliches Wachstum die zukünftige Inflation beeinflussen könnte. Er klärte, dass die Fed keinen schwächeren Arbeitsmarkt anstrebt, aber anerkannte, dass eine unerwartete Schwächung Einfluss auf die Entscheidung für einen früheren Zinsschnitt haben könnte.

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