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So geht es mit der Burg Gutenberg weiter

Der Vorstand des neuen Trägervereins Burg Gutenberg



Die Zukunft der Burg Gutenberg nimmt Form an: Ein frisch gegründeter Trägerverein wird ab dem Frühjahr 2024 die Betriebsführung der Burg und ihrer Anlagen übernehmen. Die Gründungsversammlung des «Trägervereins Burg Gutenberg» fand heute auf der historischen Burg statt. An der Spitze des Vereins steht Manuela Nipp, die als Projektleiterin der Mittelaltertage Burg Gutenberg bereits Erfahrung mit der Veranstaltung hat. Monika Frick vom Verein Kultur-Treff Burg Gutenberg wurde zur Vizepräsidentin gewählt.

Neue Geschäftsstelle geplant

Die Unterstützung seitens der Regierung wird in Form einer Leistungsvereinbarung erfolgen. Der Voranschlag für 2024 sieht CHF 50’000 vor, die für die Einrichtung und den Betrieb der Geschäftsstelle vorgesehen sind. Gesellschaftsminister Manuel Frick geht davon aus, dass die Gemeinde Balzers, bisheriger Organisator des Burgbetriebs, diesen Betrag noch aufstocken wird. Der jährliche Betrag soll dann in dieser Höhe zur Verfügung stehen, doch Details sind noch zu klären.

Die Vorstandsmitglieder setzen sich aus Vertretern verschiedener Institutionen zusammen, darunter Birgit Brida von der Stiftung Haus Gutenberg, Nikolaus Büchel vom Verein Festspiele Burg Gutenberg und Vorsteher Karl Malin als Delegierter der Gemeinde Balzers.

Investitionen und Zukunftskonzepte

Klar ist, dass bedeutende Investitionen in die Burg bevorstehen. Verschiedene Konzepte liegen bereits in der Schublade, doch Gesellschaftsminister Frick betont, dass die Entscheidungen nicht allein vom Schreibtisch in Vaduz getroffen werden sollten. Alle bisherigen Nutzer und Veranstalter der Burg sollen am neuen Trägerverein beteiligt werden, um gemeinsam an einem zukunftsfähigen Konzept zu arbeiten.

Vizepräsidentin Monika Frick, Gesellschaftsminister Manuel Frick und Präsidentin Manuela Nipp | Foto: Gregor Meier

«Bevor grössere Summen in die Infrastruktur investiert werden, muss klar sein, wie es weitergehen soll»

Regierungsrat Manuel Frick

Wie lange es dauern wird, bis das Konzept steht und mit den Bauarbeiten begonnen wird und wie viel Geld schlussendlich zur Verfügung steht, konnte der Minister leider nicht beantworten. Ebenso wenig weshalb keines der bereits in der Schublade liegenden Konzepte umgesetzt wurde oder umgesetzt werden soll.

Freude über neue Lösung und kommende Veranstaltungen

Vorsteher Karl Malin zeigt sich erfreut über die gefundene Lösung. Die Besucherzahlen der Burg sind in den letzten Jahren gestiegen, und Veranstaltungen wie die Mittelaltertage oder Theateraufführungen haben grosses Interesse geweckt. Jedoch ist die bestehende Infrastruktur nicht optimal. Derzeit können Führungen nur in sehr kleinem Rahmen durchgeführt werden, um Kunstwerke und Einrichtungen vor Schäden und feuerpolizeilichen Vorgaben zu schützen. Eine Verbesserung dieser Umstände steht nun auf der Agenda.

In zwei Jahren jährt sich die Uraufführung eines Theaterstücks von Josef Gabriel Rheinberger zum 100. Mal. Dieses Jubiläum soll auf der Burg mit einer neu bearbeiteten Fassung gefeiert werden. Nikolaus Büchel sagte, dass der Regisseur bereits an der Inszinierung arbeite.

Zudem wird überlegt, einige der archäologischen Fundstücke aus Ausgrabungen in und um die Burg zu präsentieren. Die Zukunft der Burg Gutenberg nimmt also nicht nur Form an, sondern verspricht auch spannende Veranstaltungen und kulturelle Highlights.



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