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So entsteht in Malbun der Kunstschnee



Die Bergbahnen Malbun haben rund drei Millionen Franken in ihre neue, zukunftssichere Beschneiungsanlage investiert und gestern einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen gewährt.

Das Herzstück der Anlage ist die neue Pumpe. Bereits 2006 erfolgte der Umbau, bei dem eine 500 kW Pumpe installiert wurde. Jetzt kam eine zweite Pumpe mit gleicher Leistung hinzu. Ein neuer Kühlturm sorgt dafür, dass das Wasser auf ideale 2 Grad abgekühlt wird, bevor es zu den Schneekanonen gelangt.

Das Wasser stammt aus zwei Bächen, wird zuerst gefiltert und gelangt dann in die Kühltürme. Während der Schneeproduktion wird es von den zwei Pumpen auf den Berg befördert. Im kleinen Pumphäuschen steigt die Temperatur beträchtlich. Ab 20 Grad schaltet sich eine neu installierte Lüftung ein, die kalte Luft von außen auf die Pumpen bläst und die heiße Luft absaugt.

Die Bergbahnen streben im Idealfall eine Förderleistung von 100 Litern pro Minute an, eine Verdoppelung der bisherigen 50 Liter. Einige Schneekanonen der neuesten Generation sind ebenfalls Teil der Anlage. Diese steuern automatisch die Schneeproduktion je nach den Bedingungen, um die Ausbeute zu maximieren. Ein Liter Wasser kann dabei im Idealfall 2,5 Kubikmeter Kunstschnee erzeugen.

Das Schneebunkern wurde als weniger effizient betrachtet. Der Schneemeister der Bergbahnen erklärt, dass das Abdecken des Schnees am Ende der Saison mit einem Flies deutlich teurer wäre. Ein Kubikmeter Kunstschnee kostet etwa 5 Franken, während das Bunkern, Abdecken und erneute Verteilen im Winter bis zu 15 Franken kosten würde.

Die neue Beschneiungsanlage stärkt die Schneesicherheit und trägt dazu bei, die Attraktivität des Skigebiets in Malbun weiterhin hoch zu halten.

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