Startseite Meinung Verständlich oder verwirrend? – Landtagsdiskussionen unter der Lupe

Verständlich oder verwirrend? – Landtagsdiskussionen unter der Lupe

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Die Landtagsdiskussionen sind oft eine verwirrende Angelegenheit für viele Bürger. Während technische Details und Fachbegriffe unvermeidlich sind, um Gesetze und Richtlinien präzise zu gestalten, scheint es manchmal, als würden die Diskussionen in einem undurchdringlichen Nebel aus Bürokratiesprache und komplexen Konzepten verschwinden. Gestern jedoch, während der Aktuellen Stunde im Landtag, wurde ein Licht auf dieses Problem geworfen.

Die Diskussion in der Aktuellen Stunde gestern drehte sich um ein gerechteres Sozialsystem, ein Thema von zentraler Bedeutung für das tägliche Leben der Bürger. Doch wie verständlich waren die Argumente der Abgeordneten für die Durchschnittsperson?

Wie gut verstehen Jugendliche die Voten

Wir haben die Aktuelle Stunde zum Anlass genommen, um die Verständlichkeit der Diskussionen zu analysieren. Dazu haben wir mehrere Personen eingeladen, die Wortmeldungen der Abgeordnete in der Aktuellen Stunde zu bewerten. Unter den Teilnehmern waren Jugendliche ebenso wie Personen aus «bildungsfernen Schichten».

Es ging nur um die Verständlichkeit der Aussagen des jeweiligen Abgeordneten und nicht um die Zustimmung zu den Aussagen.

Diese Aussagen wurden von den Teilnehmern als klar und leicht verständlich empfunden.

Top 3 verständlichste Abgeordnete/Aussagen

  1. Thomas Rehak: «Ja, ich bin tatsächlich ein Vertreter von weniger Staat und mehr Privat. Ich bin eben kein Vertreter von mehr Staat und weniger Privat. Das wäre ja der Umkehrschluss.»
  2. Thomas Vogt: «Der Staat hat Ausgleichsmechanismen, um die untersten Einkommen abzusichern. Dafür gibt es unter anderem die Sozialwerke, Ergänzungsleistungen zur AHV, die wirtschaftliche Sozialhilfe und so weiter. Damit ist sichergestellt, dass bei uns jeder ein Leben in Würde führen kann«.
  3. Thomas Hasler: «Ich glaube, man darf mit Fug und Recht feststellen, dass wir ein sehr gut ausgebautes soziales Ausgleichssystem haben.«

Top 3 unverständlichste Abgeordnete/Aussagen

Diese Aussagen wurden von den Teilnehmern als besonders schwer verständlich wahrgenommen, was darauf hinweist, dass eine klarere und einfacher verständliche Kommunikation seitens der Abgeordneten in den Landtagsdiskussionen von Vorteil wäre.

  1. Georg Kaufmann: «Dann aber zu meinem Votum, wie kann ein Kaufkraftverlust in der breiten Bevölkerung kompensiert werden, unsere erste Frage.»
    «Nun, zu meiner Sicht, wie ein Ausgleich der Kaufkraft bei der Mehrheit der Bevölkerung entstehen könnte.
    «
  2. Karin Zech-Hoop (FBP): «Das Gesundheitswesen muss bei uns eher als begrenzt öffentliches Gut betrachtet werden, welches vor allem ohne klares Preisschild genutzt wird, da ein Dritter, sprich der Prämienzahler zahlt.«
  3. Mario Wohlwend (VU): «Ja, nur effizienter zu werden ist ein unvollständiger Ansatz. Wenn
    ich die Effektivität hinzufüge, dann habe ich einen wirtschaftlichen Ansatz und wenn
    es richtig gelebt wird, habe ich den sozialen Auftrag in diesen Bereichen erfüllt.
    Effektivität bedeutet die richtigen Dinge zu tun. Während Effizienz bedeutet die Dinge
    schneller mit weniger Ressourcen und in weniger Schritten zu tun. Bedeutet
    Effektivität die Verbesserung in der Arbeitsweise auf die übergeordneten Ziele
    auszurichten

Erkentnisse

Die Analyse der Aktuellen Stunde hat gezeigt, dass die Verständlichkeit der Landtagsdiskussionen wichtig ist, um möglichst viele Menschen daran teilnehmen zu können. Es ist wünschenswert, dass auch bei grundsätzlichen Diskussionen die Verständlichkeit der Aussagen erhöht wird, um die Teilnahme und Beteiligung aller Bürger zu ermöglichen.

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