Startseite Ausland Münchner Sicherheitskonferenz eröffnet: UN-Generalsekretär Guterres warnt vor globalen Bedrohungen

Münchner Sicherheitskonferenz eröffnet: UN-Generalsekretär Guterres warnt vor globalen Bedrohungen

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Die Münchner Sicherheitskonferenz, eines der bedeutendsten Foren für sicherheitspolitische Diskussionen, wurde gestern mit einer eindringlichen Eröffnungsrede von UN-Generalsekretär Antonio Guterres eingeleitet. In seiner Ansprache machte Guterres auf die existenziellen Herausforderungen aufmerksam, mit denen die Welt konfrontiert ist, und betonte gleichzeitig die zunehmende Fragmentierung der globalen Gemeinschaft.

«Unsere Welt steht vor existenziellen Herausforderungen, aber die globale Gemeinschaft ist fragmentierter und gespaltener als je zuvor in den letzten 75 Jahren», warnte Guterres. Er verglich die gegenwärtige Situation sogar mit der Zeit des Kalten Krieges und betonte, dass die Gefahr eines Atomkrieges auch heute noch real sei. Dabei verwies er auf die damalige Einigung zwischen den USA und der Sowjetunion über Abrüstung und Kontrollmechanismen, um die gegenseitige Zerstörung zu verhindern.

Guterres unterstrich jedoch, dass die heutige multipolare Welt nicht nur mit der atomaren Bedrohung konfrontiert ist, sondern auch mit zwei weiteren existenziellen Gefahren: der Klimakrise und den Risiken unkontrollierter künstlicher Intelligenz. Er rief dazu auf, effektive Massnahmen zu ergreifen, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

Ein zentrales Thema seiner Rede war die Bedeutung starker globaler Institutionen, um Chaos in der multipolaren Weltordnung zu verhindern. Guterres warnte vor den Gefahren von aggressivem Opportunismus und Fehlkalkulation in unklaren Machtverhältnissen.

Besonders besorgniserregend sei laut Guterres, dass einige Länder ohne Rechenschaftspflicht agieren und Straflosigkeit herrsche. Er betonte die Notwendigkeit, die Vorrangstellung des Rechtsstaats zu etablieren und appellierte an alle, konsequent das Völkerrecht und die Verpflichtungen aus der UN-Charta einzuhalten.

Guterres ging auch auf die aktuellen Konflikte ein, insbesondere die jüngsten Angriffe gegen Israel und die darauffolgende militärische Reaktion. Er prangerte die unverhältnismässigen Strafmassnahmen an und bezeichnete die Lage in Gaza als «erschütterndes Zeugnis für die Blockade in den globalen Beziehungen».

Der UN-Generalsekretär rief zu einer sofortigen und bedingungslosen Freilassung aller Geiseln und einem humanitären Waffenstillstand auf, um die dringend benötigte Hilfe in Gaza zu ermöglichen. Guterres betonte die Bedeutung einer Zwei-Staaten-Lösung auf der Grundlage des Völkerrechts und der Resolutionen der Vereinten Nationen als einzigen Weg zu dauerhaftem Frieden in der Region.

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