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Ausleitwasserkraftwerks-Projekt vs. Photovoltaik

Ausleitkraftwerk
Werbung im Landesspiegel

Im Vaterland, in nichtredaktionellen Beiträgen, wird immer wieder das Ausleitwasserkraftwerks-Projekt der Photovoltaik gegenübergestellt.

So schreibt Abgeordneter Elkuch: „dass das Lawena-Kraftwerk bereits 96 Jahre, das Saminakraftwerk 74 Jahre in Betrieb sei. Damit sind beide Wasserkraftwerke mehr als doppelt so alt, wie die maximal geschätzte Lebensdauer einer PV-Anlage erwarten lasse“.

Die Turbinen und Generatoren bei beiden Wasserkraftwerken wurden schon mehrmals ersetzt. Die Druckleitung der Samina wurde vor rund 15 Jahren und die der Lawena vor 40 Jahren komplett, samt Grabenarbeiten, neu verlegt.

Da nun von Lebensdauer von 96 Jahren und 74 Jahren zu schreiben, reflektiert die tatsächliche Lebensdauer der beiden Kraftwerke nicht. Beim Saminakraftwerk wurde zudem das architektonisch nicht uninteressante Kraftwerksgebäude abgerissen und durch einen neuen Betonbau mit Plastikfassade ersetzt.

Kommt hinzu, dass die Photovoltaik eine junge Elektronik-Technologie ist, vergleichbar mit dem Radio, TV, Computer, Mobil, etc.. auf Grundlage der Halbleitertechnik.

Kann ja gar nicht rund 100 Jahre alt sein. Die Digitalisierung hat erst vor 40 Jahren so richtig begonnen. Die Solarzellenherstellung als Massenprodukt vor rund 35 Jahren. Vergleiche hinken auch diesbezüglich.

Die ersten, grösseren PV-Anlagen wurden vor über 30 Jahren realisiert und funktionieren noch heute. Es besteht keine Notwendigkeiten die Solarzellen auszuwechseln.

Die Elektronikkomponente eines Wasserkraftwerkes und PV-Anlagen haben in etwa gleichlange Lebenserwartungen.

Die Solarzellen haben sich kaum degradiert. Die Befestigungskonstruktionen halten problemlos noch über 50 Jahre.

Die Lebenserwartung einer PV-Anlage kann durchaus einem Ausleitwasserkraftwerk gleichgesetzt werden. Bezüglich Revision, Instandhaltung, Service und Betriebskosten könnte die PV sogar im Vorteil sein.

Da stellt sich nun die Frage, warum ständig Vergleiche zwischen Wasserkraftwerken und der Solarenergienutzung gemacht werden. Die PV wird ständig in die Pfanne gehauen. Wir brauchen beide Systeme zur Stromproduktion, um den Eigenversorgungsgrad zu verbessern. Ein Wasserkraftwerk kann nicht auf ein Hausdach oder an einer Fassade montiert werden. Die Wasserkraftnutzung soll unter Berücksichtigung der verschiedenen Einflüsse auf Renaturierungen und die Grundwasserproblematik realisiert werden. Bei der Windkraftnutzung müssen ebenfalls alle Umwelteinflüsse berücksichtigt werden.

Hans Frommelt, Gapont, Triesen

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