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Finanzministertreffen in Aschau – Die Ergebnisse

Daniel Risch beim Treffen der deutschsprachigen Finanzminister
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Das jährliche Treffen der Finanzminister aus den deutschsprachigen Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg fand in diesem Jahr in Achau, Deutschland statt. Die hochrangigen Vertreter dieser Länder trafen sich, um über die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu diskutieren und Wege zur Stärkung der Finanzstabilität zu erörtern.

Ein Hauptthema der Diskussionen war die akute Inflationsgefahr und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft. Gastgeber des Treffens, der deutsche Finanzminister Christian Lindner, warnte davor, dass es zur Gewohnheit werden könnte, dass Staaten in Krisenzeiten hohe Geldbeträge ausgeben, was langfristig zu Zinsbelastungen und möglicherweise zu Steuererhöhungen führen könnte. Dies sei unerwünscht und sollte vermieden werden.

Treffen der deutschsprachigen Finanzminister in Aschau im Chiemgau, Deutschland

Solide Finanzstabilität ist entscheidend

«Inflation ist ein grosse Gefahr, die bekämpft werden muss.»

Christian Lindner

Die Inflation wurde von allen Teilnehmern als ernsthafte Bedrohung für die wirtschaftliche Stabilität betrachtet. Minister Lindner betonte, dass die Europäische Zentralbank (EZB) eine wichtige Rolle bei der Bewältigung dieses Problems spiele und dass die Bemühungen der EZB nicht durch fehlerhafte wirtschaftspolitische Entscheidungen konterkariert werden dürften. Daher sei eine solide Finanzpolitik und die Einhaltung des vereinbarten Budgetpfads von entscheidender Bedeutung.

Gleichzeitig betonten die Minister aber, dass es auch «eine Kehrseite der Medaille gibt». Sie seien sich über die sozialen Folgen im Klaren.

Auch Bundesrätin Keller-Sutter wollte die Zinsschritte der EZB, und ihre Auswirkungen nicht näher kommentieren. «Ich habe schon zu Hause nichts zur Zinspolitik der SNB zu sagen, und noch weniger kann ich über die EZB bestimmen». , verweis sie auf die Unabhängigkeit der Zentralbanken. Diese müssen die Inflation bekämpfen.

«Inflation ist asozial»

Karin Keller-Sutter

Dass die Zinsen steigen, findet sie aber nicht verkehrt. Die niedrigen Zinsen, oder sogar Negativzinsen hätte zu «ungünstigen» Investitionen geführt und zur ungünstigen Entwicklung der Risiken des Finanzmarkts.

«Geld, das nichts kostet, finde ich nicht gut.»

Karin Keller-Sutter
Karin Keller-Sutter in der MItte, Christian Lindner rechts und Daniel Risch Links
Karin Keller-Sutter in der Mitte, Christian Lindner (links) und Daniel Risch (rechts)

Auch Regierungschef Daniel Risch schlägt in die selbe Kerbe. Auch wenn es Nebenwirkungen gäbe, sei die Bekämpfung der Inflation das oberste Gebot.

«Finden wir es gut? Nein! Finden wir es richtig? Ja!»

Daniel Risch, auf die Frage nach der Zinspolitik.

Finanzbildung soll verstärkt werden

Ein weiteres gemeinsames Anliegen der Finanzminister war die Förderung der Finanzbildung. Dies wurde als wesentlich angesehen, um die Bürgerinnen und Bürger für wirtschaftliche Herausforderungen zu sensibilisieren und sie in die Lage zu versetzen, fundierte finanzielle Entscheidungen zu treffen.

«Zu lernen, das Volumen eines Kegels auszurechnen ist wichtig, Zu verstehen, was Inflation ist, noch wichtiger.»

Magnus Brunner

Regierungschef Risch und Bundesrätin Keller-Sutter unterstrichen die Wichtigkeit dieser Treffen und die engen Beziehungen der «Bodenseestaaten». Sie konstatierten: «Karin Keller-Sutter, Daniel Risch und Magnus Brunner wohnen nur 70 km. auseinander«.

Solche Treffen bieten die ideale Plattform für den Erfahrungsaustausch und die Entwicklung gemeinsamer Strategien.

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