Startseite Inland Regierung will werbefreies Radio L – LRF soll rein aus Steuern finanziert werden

Regierung will werbefreies Radio L – LRF soll rein aus Steuern finanziert werden

Mediengespräch der Regierung
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inkende Werbeerträge bzw. die Verlagerung in den Online-Bereich stellen die Medienunternehmen zunehmend vor finanzielle und strukturelle Herausforderungen. Auch der LRF (Radio L) ist von diesen Entwicklungen unmittelbar betroffen und in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Die Eigenkapitalsituation ist seit langem angespannt, erreichte aber Ende 2022 einen Stand, der unmittelbare Sanierungsmassnahmen erfordert.

Um die Zukunft von Radio L zu sichern, sind umfassende Sanierungsmassnahmen geplant. Der erste Schritt besteht in der Beantragung eines Nachtragskredits in Höhe von CHF 600’000. Im zweiten Schritt soll das Anstaltskapital auf CHF 400’000 herabgesetzt werden. Durch diese beiden Massnahmen soll eine gesunde finanzielle Basis für Radio L geschaffen werden.

Parallel zu den Sanierungsmassnahmen plant die Regierung eine Neuausrichtung des LRF. Im September soll der Landtag über die zukünftige Ausrichtung des Senders entscheiden. Die Regierung empfiehlt, am öffentlich-rechtlichen Rundfunk festzuhalten.

Aufgrund der rückläufigen Werbeerträge wird zudem vorgeschlagen, Radio L in Zukunft werbefrei zu betreiben, obwohl die aktuellen Werbeeinnahmen immer noch einen positiven Deckungsbeitrag erzielen. Dadurch soll sich Radio L verstärkt auf seinen Programmauftrag konzentrieren.

Die zusätzliche erforderlichen Mittel sollen vom Steuerzahler aufgebracht werden. Der Landesbeitrags von CHF 2.66 Mio soll. auf CHF 4.44 Mio. steigen. Eine Erhebung von Rundfunkgebühren ist weiterhin nicht vorgesehen.

Regierungschef-Stellvertreterin Sabine Monauni, erklärte bei der Pressekonferenz, dass weitere Sparmassnahmen bei Radio L, selbst unter Anwendung von Digitalisierung und Automatisierung, nicht möglich seien, da der gesetzliche Auftrag dann nicht mehr erfüllt werden könnte.

Das das Werbeverbot nicht nur für den LRF Auswirkungen hat, sondern auch auf die Werbetreibenden, scheint egal zu sein. «Es gäbe andere Medienunternehmen«, so Monauni. Gemeint ist wohl die Tageszeitung, denn es gibt schon Zielgruppen, die man Online nicht so gut erreichen kann, wie über Radio.

Die geplante Sanierung und Neuausrichtung von Radio L soll dem Sender eine solide finanzielle Grundlage bieten und gleichzeitig den Bedürfnissen der Zuhörer in der digitalen Ära gerecht werden. Der Landtag wird im September über die Zukunft des Senders entscheiden, während Radio L seinen Fokus auf qualitativ hochwertige Inhalte legen und eine werbefreie Hörfunkumgebung schaffen möchte.

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