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ZirkuLIE: Die Kreislaufwirtschaftsinitiative in Liechtenstein

Clarissa Rhomberg von der Stiftung Lebenswertes Liechtenstein
Werbung im Landesspiegel

Die Initiative ZirkuLIE ist das Kompetenzzentrum der Kreislaufwirtschaft in Liechtenstein. Diese Woche stellte die Stiftung Lebenswertes Liechtenstein, die Trägerin der Initiative das Projekt vor. Projektleiterin Clarissa Rhomberg erzählte über das bereits erreichte und die Pläne für die Zukunft.

Bei ZirkuLIE liegt der Fokus zunächst auf der Bauwirtschaft. Mit dem Ziel, Ressourcen nachhaltig zu nutzen und den Abfall zu reduzieren, setzt ZirkuLIE auf Vernetzung, Wissenstransfer, Förderung und konkrete Umsetzung von Projekten.

Über 90 Prozent des Abfalls in Liechtenstein stammen aus dem Bauwesen.

Wir haben erkannt, dass die Bauwirtschaft einen enormen Hebel in der Kreislaufwirtschaft darstellt, da sie zu den grössten Abfallproduzenten gehört“, erklärte Rhomberg. Daher habe man gemeinsam mit Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bauindustrie das Projekt ZirkuLIE entwickelt.

Das Projekt zielt darauf ab, die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen verschiedenen Beteiligten zu fördern – von Immobilienentwicklern über Planer und Bauherren bis hin zu Fachplanern und ausführenden Firmen.

Rhomberg betonte, dass ZirkuLIE in erster Linie als Moderationsplattform fungiert, die die Kommunikation zwischen Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fördert. Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, internationale Trends in die lokale Praxis zu übersetzen und so regionale Synergien zu stärken.

Seit dem Start von ZirkuLIE im Mai 2023 wurden bereits zahlreiche Veranstaltungen organisiert, darunter ein Roundtable mit Vertretern der öffentlichen Hand zum Thema zirkuläres Beschaffungswesen. Eine weitere Veranstaltung im Oktober wird sich mit dem Thema „regionale Ressource Holz“ beschäftigen und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für zirkuläre Projekte erörtern.

Ein wichtiger Bestandteil der Initiative ist die Wissensvermittlung. So wurde eine Plattform (Zirkuliet.net) ins Leben gerufen, die als Wissenshub dient. Zusätzlich gibt es einen Newsletter, der monatlich über Neuigkeiten und Entwicklungen im Bereich der Kreislaufwirtschaft informiert, sowie Podcasts und ein Handbuch mit konkreten Lösungsansätzen für zirkuläres Bauen.

Clarissa Rhomberg hob abschliessend hervor, dass das Projekt ZirkuLIE bereits erste Erfolge vorweisen kann. „Wir haben in kurzer Zeit eine engagierte Kerngruppe formiert und verschiedene konkrete Projekte begleitet.“ Für die Zukunft plant ZirkuLIE, diese Aktivitäten weiter auszubauen und die Kreislaufwirtschaft fest in der Bauwirtschaft Liechtensteins zu verankern.

Die Stiftung Lebenswertes Liechtenstein lädt alle Interessierten ein, sich über die Plattform und den Newsletter über aktuelle Entwicklungen und Beteiligungsmöglichkeiten zu informieren und Teil dieser nachhaltigen Bewegung zu werden.

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