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Antwort an den VCL

Pylonen an der Strasse
Werbung im Landesspiegel

Im Leserbrief vom letzten Freitag stört sich der VCL an unserem Forumsbeitrag «Verkehrspolitische Umweltverschmutzung und Hindernisse». Wir stellten uns auf den Standpunkt, dass eine Bauzeit von einem Jahr für 350 Meter Baustelle in der Vaduzer Herrengasse viel zu lange ist und dass der Mehrverkehr von 2.7 Mio. km in einem Jahr wegen der Umfahrung über den Rheindamm eine unverhältnismässige Belastung der Umwelt darstellt. Der VCL sinniert: «Die Autolobby bezeichnet die dadurch nötigen Umwegfahrten für die Autos als «verkehrspolitische Umweltverschmutzung» und er fordert ein Umdenken und Umsteigen auf andere Verkehrsmittel. Im Gegensatz zum VCL setzt sich unser Mobilitätsverein für bessere Verkehrsinfrastruktur für alle Verkehrsteilnehmer ein – nachzulesen auf unserer Homepage (MOVE-LI.li). Wenn wir nun als «Autolobby» bezeichnet werden, so irrt der VCL einmal mehr. Aus dieser Sicht wäre er dann als «Veloclub Liechtenstein (VCL)» zu bezeichnen, weil er stets den Zwang als Grundlage seiner Missionierung bevorzugt.

Wir hingegen wollen die einzelnen Verkehrsmittel nicht gegeneinander ausspielen und befürworten bessere Verkehrsflüsse für alle. Auch wir setzen uns für neue, ansprechende Velo- und Fusswege ein, damit ein Umstieg attraktiver wird. Die Missionierung und Verkehrsvermischung des VCL sind unproduktiv. Seit Jahrzehnten immer die gleiche Leier! Was hat es gebracht? Fakt ist, dass rund 75% der Verkehrsteilnehmer weiterhin das Auto nutzen, rund 13% die LIEmobil und die weiteren 12% verteilen sich auf Fussgänger, Velo- und Bahnfahrer. Dieser Mix ist seit Jahrzehnten fast gleich.

Neue Strassen hat das Land in den letzten 50 Jahren kaum gebaut. Stattdessen wurden bestehende Strassen verengt, Inseln und Poller eingebaut. Velofahrer auf Landstrassen leben seither noch gefährlicher. Statt Velos auf den Landstrassen setzen wir uns für separate Radwege ein. So könnte Verkehr entflochten und Radfahren attraktiv werden. Solange aber der VCL sich gegen separate Busspuren und Velowege ausspricht und diese mit dem Strassenverkehr mixen will, werden sich unsere Philosophien nicht näherkommen. Es bleibt zu hoffen, dass der VCL nach 50 Jahren Missionierung etwas dazu lernt. Statt Millionen für Strassenverengungen und Auflösungen von Busbuchten zu verlangen, sollte der Verkehr entflochten und für alle attraktiver und flüssiger werden!

Mobilitätsverein Liechtenstein

Karlheinz Ospelt, Sascha Quaderer, Volker Frommelt, Julian Nigg, Agathe Batliner, Ado Vogt

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