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Das Instrument der Angst

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Im Zuge der Diskussionen und Berichterstattung zur Direktwahl der Regierung wird das Instrument der Angst grosszügig und kreativ genutzt. Der Mensch tut sich sehr schwer, Macht freiwillig abzugeben. Daher ist es nachvollziehbar, dass die aktuell Mächtigen eine Veränderung ablehnen.

Bekanntlich geht in einer Demokratie die Macht vom Volk (Stimmvolk) aus; in Liechtenstein in Form des Dualismus (Fürst und Volk). Wie kann es sein, dass es plötzlich gefährlich werden soll, wenn das Volk die Regierungsmitglieder direkt wählt? Werden parteipolitische Filter bzw. Seilschaften als Garant für Sicherheit angesehen?

Der Landtag schlug bisher dem Fürsten eine Regierung vor. Bei diesem Prozess nehmen die stark vertretenen Parteien eine dominante Rolle ein. Warum sollte man einer politischen Elite mehr vertrauen, als dem Stimmvolk? Vom Stimmvolk vorgeschlagen und gewählt zu werden, ist in einer Demokratie der Nachweis höchster Güte. So, wie es beim Landtag und den Gemeindevorstehern bzw. Gemeinderäten auch der Fall ist. Warum nicht auch bei der Regierung? Übrigens, in der Schweiz werden die Kantonsregierungen durch das Volk gewählt.

Nachdem Liechtenstein sehr klein ist, weiss man, mit wem man es zu tun hat. Der Fürst würde bei einer Volkswahl der Regierung alle seine bisherigen Kompetenzen behalten.

«Man braucht vor niemand Angst zu haben. Wenn man jemanden fürchtet, dann kommt es daher, dass man diesem Jemand Macht über sich eingeräumt hat.» (H. Hesse)

Die Resultate der letzten Volksabstimmungen und das Verhalten gewisser Politiker veranlassen uns zu diesem Leserbrief. Diese Abstimmungen zeigten klar, wie volksfern die Haltung der Regierung bzw. Regierungsparteien waren. Parteipolitik und Lobbyismus dienen nicht der Sache. Die politische Glaubwürdigkeit leidet.

Aufgrund der erwähnten Fakten befürworten wir die Volkswahl der Regierung und erhoffen dadurch einen Schritt in Richtung volksnähere Sachpolitik zum Wohl von Volk und Land.

eGD-Initianten & Team

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