Mehr Platz für weniger Autos: Ausstellung über neue Mobilität in Bendern eröffnet

einradshow

Mit einem Vortrag über Flächeneffizienz, einer Einradshow und einem klaren Plädoyer für das Umdenken im Verkehr haben die Offene Jugendarbeit Liechtenstein (OJA), LIEmobil und die Liechtensteinische Gesellschaft für Umweltschutz (LGU) gestern im B28 in Bendern ihre gemeinsame Ausstellung «Das 3×3 der neuen Mobilität» eröffnet.

Der Referent brachte das zentrale Argument der Ausstellung auf eine einfache Formel: Ein Auto benötigt pro Person rund 100 Quadratmeter Fläche – ein Fahrrad oder ein Fahrgast im öffentlichen Verkehr nur rund 10, ein Fussgänger gerade mal 3. In einem kleinen Land wie Liechtenstein, so die Schlussfolgerung, stellt sich die Frage nach dem Verkehrsmittel also auch als Platzfrage.

Noch eindrücklicher ist der Vergleich bei der Kapazität: Durch eine drei Meter breite Spur lassen sich in einer Stunde rund 1100 Personen im Auto bewegen – zu Fuss oder mit dem Velo hingegen ein Vielfaches davon. „Mobilität ist ein Grundrecht. Nicht Automobilität – Mobilität», betonte der Referent und erinnerte daran, dass der Mensch sich seit jeher etwa 3,5-mal pro Tag und rund 70 bis 90 Minuten täglich fortbewegt – unabhängig vom Verkehrsmittel. Was sich verändert habe, sei nicht das Bedürfnis, sondern die Wahl der Mittel.

Angesprochen wurde auch die Frage einer möglichen Tramverbindung entlang des Rheintals als langfristige Option für Liechtenstein. Den Abschluss des Abends bildete eine Einradshow, die das Thema spielerisch in Szene setzte.

Die Ausstellung ist ab sofort im B28 in Bendern zugänglich.

werbung_3