Wenn Generationen sich beflügeln
Im Domus in Schaan trafen am Sonntagnachmittag Künstlerinnen aus zwei Generationen aufeinander. Beim Erzählcafé im Domus standen Gerti Tkavc, Claudia Marxer und Natalie Manco im Mittelpunkt. Aufhänger war die laufende Ausstellung, in der die vier Frauen gemeinsam ihre Werke zeigen.
Das Thema des Nachmittags war, wie Generationen zusammenwirken und was das Miteinander wertvoll macht. Einig waren sich Künstlerinnen und Publikum: Es braucht Offenheit, Respekt und gegenseitige Wertschätzung. Wo eine Seite nicht loslassen kann und nur die eigene Vorgangsweise gelten lässt, entstehen Reibungspunkte – doch auch diese seien kein Grund zur Resignation, sondern Anlass zum Gespräch.
Besonders berührt hat das Publikum eine der älteren Künstlerinnen, die nach einem Schlaganfall wieder zu malen begonnen hat. In rund 50 Jahren sind weit über tausend Bilder entstanden, fast alle mit Tieren als Motiv. Ihre Botschaft war einfach und eindringlich: nicht aufgeben – und mit den Jungen tolerant sein. Die Ausstellung selbst wurde gut aufgenommen; einige Bilder wechselten den Besitzer.
Das nächste Erzählcafé widmet sich dem Institut St. Elisabeth in Schaan und dessen Pionierarbeit in der Mädchenbildung. Zu Gast sein wird eine der Schwestern sowie die Historikerin Dr. Martina Sochin-D’Elia.
