Startseite Gesellschaft Hoffnung und Zukunftsperspektiven: Begegnung mit Pater Luis Fernando Velandia

Hoffnung und Zukunftsperspektiven: Begegnung mit Pater Luis Fernando Velandia

Pater Luis Fernando Velandia aus Kolumbien

Im Haus St. Florin in Vaduz fand heute ein Begegnungsanlass mit Pater Luis Fernando Velandia aus Kolumbien statt. Der Leiter des Don-Bosco-Ausbildungszentrums «Ciudad Bolívar» in Bogotá berichtete eindrucksvoll über seine Arbeit mit verletzlichen Kindern und Jugendlichen, insbesondere mit Migranten aus Venezuela und obdachlosen jungen Menschen. Gemeinsam mit ihm war Ranneyris anwesend, eine junge Frau aus Venezuela, die als unbegleitete Minderjährige nach Kolumbien floh und durch das Programm «Casa de Acogida de Jóvenes» (CAJOV) eine neue Perspektive erhielt.

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Die Veranstaltung bot den Teilnehmenden einen tiefgehenden Einblick in die Herausforderungen und Chancen, die das Engagement der Salesianer Don Boscos in Bogotá mit sich bringt. Ciudad Bolívar ist einer der problematischsten Stadtteile im Süden der kolumbianischen Hauptstadt, wo über 700.000 Menschen unter prekären Bedingungen leben. Viele von ihnen haben keinen ausreichenden Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder sanitären Einrichtungen. Besonders Migranten und Binnenvertriebene stehen vor enormen Schwierigkeiten.

Bildung und Integration als Schlüssel zur Veränderung

Pater Luis Fernando Velandia schilderte, wie das Don-Bosco-Ausbildungszentrum diesen jungen Menschen hilft, ihre Schulbildung fortzuführen, ihre Resilienz zu stärken und in einer sicheren Umgebung zu leben. Durch Bildungsprogramme, Unterkünfte sowie kulturelle und soziale Aktivitäten wird ihnen eine Perspektive für eine bessere Zukunft gegeben. «Es geht nicht nur darum, ein Dach über dem Kopf zu haben, sondern auch darum, ein stabiles Netzwerk und eine Perspektive für das Leben zu bekommen», betonte Pater Luis.

Ein bewegendes Zeugnis lieferte Ranneyris, die ihre Fluchtgeschichte erzählte. Sie berichtete, wie sie tagelang durch Venezuela migrierte, bis sie in Bogotá Zuflucht fand. Durch das Don-Bosco-Zentrum erhielt sie nicht nur Schutz, sondern auch Zugang zu Bildung und einer beruflichen Zukunft. «Hier habe ich nicht nur einen sicheren Ort gefunden, sondern auch eine Familie», erklärte sie mit dankbarem Blick.

Frau Ranneyris und Pater Luis Fernando Velandia aus Kolumbien
Frau Ranneyris und Pater Luis Fernando Velandia aus Kolumbien | Foto: Gregor Meier

Internationale Unterstützung und zukünftige Projekte

Die Veranstaltung unterstrich auch die Bedeutung der internationalen Unterstützung. Viele Spender und Organisationen weltweit tragen dazu bei, dass diese Initiativen fortgeführt werden können. Beim jährlichen Don-Bosco-Fest, das in der Schweiz am Lettare-Sonntag gefeiert wird, steht das Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche weltweit im Mittelpunkt. Die Gäste betonten, wie wichtig es sei, solche Projekte langfristig zu fördern und weiterzuentwickeln.

Pater Luis gab einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben. Neben der Weiterentwicklung der Bildungsangebote ist es ein zentrales Ziel, noch mehr jungen Menschen eine sichere Unterkunft zu bieten.

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