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Klarstellungen zu der Broschüre der Regierung

Doktor in der Klinik
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Die mit Steuergeldern bezahlte Broschüre der Regierung zu den Energievorlagen zeichnet ein verharmlosendes Bild, was die finanziellen Auswirkungen betrifft.

1.) In Bezug auf die Amortisation der Investitionskosten bei Photovoltaikanlagen werden laufende Kosten wie z.B. für Versicherung, Reinigung und Reparaturen nicht berücksichtigt. Ausserdem beziehen sich die Investitionskosten in der Broschüre auf kostengünstige Aufdachanlagen. In einigen Gemeinden werden in den Kernzonen aus ästhetischen Gründen aber Inndachanlagen vorgeschrieben. Diese sind bei gleich hoher Förderung viel teurer. Diese Ausgaben verlängern die von der Regierung angegebene Amortisationszeit wesentlich.

2.) Die Regierung schreibt, dass bei Gebäuden, die vor 2003 gebaut wurden, bei einem Heizungsersatz die Umsetzung von einer von elf Standardlösungen verlangt werde. Sie erwähnt nicht, welche finanziellen Auswirkungen für die Besitzer einer Liegenschaft mit diesen Standardlösungen einhergehen. Diese können rasch einen Betrag um die 100’000 Franken ausmachen. Die Liegenschaftsbesitzer sollen Schulden aufnehmen oder ihre Ersparnisse abbauen. Gerade in älteren Gebäuden leben hauptsächlich Seniorinnen und Senioren, welche teilweise von AHV und Pensionskasse leben, dies scheint die Regierung nicht gross zu kümmern.

3.) An der TV-Diskussion musste die Regierung schliesslich zugeben, dass die so hoch gepriesenen zinslosen Darlehen nur gewährt werden, wenn man ein Konto bei der LLB hat. Kunden von VP Bank und LGT erhalten diese Möglichkeit nicht. Dass hinter jedem Darlehen eine Schuld steht, die zurückbezahlt werden muss, verniedlicht die Regierung.

4.) Dass die vorgesehenen Gebäudevorschriften bei Sanierungen von Mehrfamilienhäusern zu Mietpreiserhöhungen führen, lässt die Regierung unerwähnt. Der Vermieter wird die durch die Vorschriften entstehenden Kosten über eine Mietpreiserhöhung auf die Mieter überwälzen. Wer eine Reduktion von Mietpreisen plakatiert, will die Bevölkerung in die irre führen.

Simon Schächle, Eschen

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