Startseite WirtschaftBörse Kleines Beben durch Fitch-Abstrafung

Kleines Beben durch Fitch-Abstrafung

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Die vergangene Woche war geprägt von Verlusten am Anleihenmarkt aufgrund der Herabstufung der USA durch die Rating-Agentur Fitch. Zudem setzte Grossbritannien seinen Kurs der Zinserhöhungen fort. Wie es in den USA weitergeht, könnte sich heute Nachmittag deutlicher zeigen.

Die Herabstufung der USA von der Topbonitätsnote AAA auf AA+ durch Fitch führte zu sinkenden Aktien- und Anleihekursen. Es war schon ein kleines Beben. Im Gegenzug stiegen die Renditen: Zehnjährige US-Treasuries rentieren aktuell mit 4,18 Prozent, zehnjährige Bundesanleihen mit 2,61 Prozent. Vor einer Woche lagen diese noch bei 4 Prozent und 2,49 Prozent.

Allerdings wird die Herabstufung der USA voraussichtlich nur geringe direkte Auswirkungen auf den Markt haben, meint Björn Jesch, CIO der DWS. Langfristig könne es allenfalls zu geringfügigen Umschichtungen hin zu Anleihen von Ländern mit AAA-Rating kommen. Im Jahr 2011 hatte die Rating-Agentur S&P die USA bereits zurückgestuft.

Abgesehen von der Herabstufung der USA geht es weiterhin um Leitzinserhöhungen. Besondere Spannung herrscht diesbezüglich aufgrund des heute Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden US-Arbeitsmarktberichts. Dieser wird Aufschluss über den Zustand der Wirtschaft geben und Auswirkungen auf die Geldpolitik haben. In Grossbritannien hat die Bank of England gestern den Leitzins um weitere 25 Basispunkte auf 5,25 Prozent angehoben – den höchsten Stand seit 15 Jahren. Ausschlaggebend waren vor allem der feste Arbeitsmarkt und das stärkere Lohnwachstum. Aufgrund der weiteren kräftigen Lohnentwicklung rechnen wir auch im September mit einer Anhebung des Leitzinses um 25 Basispunkte auf 5,50 Prozent.» Das Ende der Zinserhöhungen naht allerdings auch in Grossbritannien.

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