Startseite Ausland Macron beharrt auf Rentenreformen trotz Gegenwehr

Macron beharrt auf Rentenreformen trotz Gegenwehr

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Trotz zahlreicher Proteste beharrt Präsident Emmanuel Macron darauf, dass Reformen der französischen Rentensysteme notwendig sind. Macron erklärte in einem Brief an Gewerkschaften, dass er sich für eine Erhöhung des Rentenalters von 62 auf 64 entschieden habe, um die Rentensysteme finanziell nachhaltig zu machen. Andernfalls hätte es zu Einschnitten bei den Renten, Erhöhungen der Steuern oder Lasten für die nächsten Generationen kommen müssen. Die Gewerkschaften fordern die Rücknahme des Gesetzes, das derzeit im Senat diskutiert wird.

Meinungsumfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Franzosen der Reform ablehnend gegenübersteht. Macron betonte, dass die Rentenerhöhung ein wichtiges Versprechen seines Wahlkampfes war und stellte klar, dass er eine Kompromisslinie gefunden habe, indem er sich auf 64 als Altersgrenze einigte. Am Freitag bat die Regierung um ein spezielles Verfahren im Senat, um die Debatte zu beschleunigen. Dies wird laut Gewerkschaftsführer Fabrice Coudour allerdings die Wut der Arbeitnehmer nur noch weiter schüren. Macron liess offen, ob er ein spezielles verfassungsmässiges Recht nutzen wird, um das Gesetz ohne Abstimmung durchzusetzen. Am Samstag werden weitere Proteste erwartet.

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