VP Bank steigert Halbjahresgewinn auf 32.4 Millionen Franken
Urs Monstein., CEO der VP Bank | Foto: Gregor Meier
Die VP Bank hat im ersten Halbjahr 2026 einen Konzerngewinn von 32.4 Millionen Franken erzielt, 12.7 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Gewachsen ist das Geschäft deswegen nicht: Der Geschäftsertrag sank um 2.2 Prozent auf 171.6 Millionen Franken. Den höheren Gewinn verdankt die Bank fast ausschliesslich der Kostenseite. Der Geschäftsaufwand fiel um 5.3 Prozent auf 135.2 Millionen Franken, weil Personalaufwand, Sachaufwand und Abschreibungen zurückgingen – Folge der Sparmassnahmen, die das Institut im Vorjahr beschlossen hatte.
Unter Druck bleibt das Zinsgeschäft, das im tiefen Zinsumfeld weniger abwirft. Kompensiert wurde der Rückgang durch das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sowie höhere Dividendenerträge; das Handelsgeschäft entwickelte sich dagegen rückläufig. Auch bei den Wertberichtigungen und Rückstellungen liegt die Bank über dem Vorjahr, das allerdings aussergewöhnlich tief ausgefallen war.
Die betreuten Kundenvermögen stiegen um 6.4 Prozent auf 57.1 Milliarden Franken. Rund 1.4 Milliarden davon sind Netto-Neugeld, der übrige Zuwachs geht auf die Kursentwicklung an den Märkten zurück. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich um 2.7 Prozentpunkte, bleibt mit 78.8 Prozent im Branchenvergleich aber hoch: Von hundert Franken Ertrag fliessen knapp 79 in den laufenden Betrieb. Die Kapitalquote (Tier 1) liegt bei 26.0 Prozent, die Bilanzsumme wuchs seit Jahresende auf 11.5 Milliarden Franken.
Group CEO Urs Monstein verwies bei der Präsentation der Zahlen am Dienstag auf das Umfeld: „Trotz eines anhaltend anspruchsvollen Zins- und Währungsumfelds konnten wir unseren Gewinn weiter steigern.“ Besonders erfreulich sei die Entwicklung im Kommissionsgeschäft.
Für das zweite Halbjahr dämpft die Bank die Erwartungen selbst. Die Neugeldzuflüsse des ersten Halbjahrs seien saisonal begünstigt gewesen und dürften sich normalisieren; erfahrungsgemäss falle die zweite Jahreshälfte schwächer aus.

