LGT steigert Gewinn um 17 Prozent – verwaltete Vermögen erstmals über 400 Milliarden

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Die LGT hat im ersten Halbjahr 2026 einen Konzerngewinn von CHF 281.6 Millionen erzielt, 17 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Die verwalteten Vermögen kletterten per 30. Juni auf CHF 412.6 Milliarden – den höchsten Stand in der Geschichte der Bankengruppe im Besitz des Fürstenhauses.

Die organischen Netto-Neugelder beliefen sich auf CHF 12.3 Milliarden, was einer annualisierten Wachstumsrate von 6.4 Prozent entspricht. Sowohl das Private Banking als auch das Asset Management trugen dazu bei. Neben dem Neugeldzufluss stützten eine starke Markt- und Investmentperformance sowie positive Währungseffekte den Anstieg der verwalteten Vermögen um 7 Prozent.

Kommissionsgeschäft als Haupttreiber

Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg, die mit Abstand wichtigste Ertragsquelle, stieg um 7 Prozent auf CHF 1.00 Milliarden. Der Handelserfolg samt sonstigem Ertrag blieb mit CHF 325.9 Millionen (+1 Prozent) ebenso weitgehend stabil wie das Zinsgeschäft mit CHF 156.6 Millionen (−2 Prozent). Insgesamt legte der Bruttoerfolg um 5 Prozent auf CHF 1.49 Milliarden zu.

Der Geschäftsaufwand wuchs mit 2 Prozent auf CHF 1.09 Milliarden deutlich langsamer. Der Personalaufwand betrug CHF 867.0 Millionen, die Zahl der Vollzeitstellen nahm gegenüber Ende 2025 um 62 zu. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich damit von 76.8 auf 73.3 Prozent. Die CET1-Kapitalquote lag bei 18.0 Prozent.

Zu beachten ist, dass die Zahlen des im Juni 2025 übernommenen Private-Advice-Geschäfts der Commonwealth Bank of Australia in der Vorjahresperiode noch nicht enthalten sind.

Fokus auf bestehende Märkte

Nach den Expansionsschritten der vergangenen Jahre will die LGT ihre bestehenden Märkte konsolidieren und Skaleneffekte realisieren. In Hongkong, wo die Gruppe zu den grössten Privatbanken zählt, feiert sie ihr vierzigjähriges Bestehen, in Japan ist das Private Banking seit fünf Jahren präsent. LGT Capital Partners baute mit der Integration des Kernteams von Sapphire Partners ihre Venture-Capital-Plattform in den USA aus.

Auch im Heimmarkt wurde investiert: Im April 2026 nahm die LGT in Vaduz einen Erweiterungsbau für 240 Arbeitsplätze in Betrieb – eine Holzkonstruktion mit den Zertifizierungen LEED-Platinum und SNBS-Gold.

Chairman S.D. Prinz Max von und zu Liechtenstein verweist darauf, dass die Gruppe nach den Wachstumsinvestitionen der letzten Jahre die Vorteile ihrer internationalen Plattform nun konsequenter nutzen wolle. Als Familienunternehmen denke man langfristig und investiere weiterhin in Beratungs- und Investmentkompetenz, in die Digitalisierung sowie in die Mitarbeiter.

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich die Gruppe zuversichtlich, verweist aber auf das schwer abschätzbare geopolitische Umfeld und die Bedingungen an den Finanzmärkten.

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