Ruggell sagt invasiven Neophyten den Kampf an
Teilnehmer der Neophytenusrupfate in Ruggell | Foto: Gregor Meier
In Ruggell ist gestern abend invasiven Neophyten der Kampf angesagt worden. Auf Einladung der Gemeinde beteiligten sich zwischen rund 40 Personen an der diesjährigen Neophytenusrupfate, bei der gebietsfremde Pflanzen von Hand entfernt wurden.
Invasive Neophyten – also eingeschleppte Pflanzenarten, die sich stark ausbreiten – verdrängen einheimische Arten und können wertvolle Lebensräume beeinträchtigen. Gerade in einer naturnahen Gemeinde wie Ruggell mit ihren ökologisch bedeutsamen Flächen gilt das regelmässige Ausreissen als wirksame Massnahme, um die Ausbreitung einzudämmen. Weil die Pflanzen von Hand und mit den Wurzeln entfernt werden, lassen sich Bestände über die Jahre spürbar zurückdrängen.
Die Gemeinde Ruggell setzt mit solchen Aktionen auch auf das Engagement der Bevölkerung: Wer mit anpackt, lernt die betroffenen Arten kennen und trägt direkt zum Erhalt der heimischen Pflanzenwelt bei. Solche Pflegeeinsätze sind körperlich zwar anspruchsvoll, gelten aber als eine der einfachsten und umweltverträglichsten Methoden im Umgang mit invasiven Arten – ganz ohne Chemie.

