Absolutes Feuerverbot im Freien

Waldbrand

Wegen anhaltender Trockenheit und sehr hoher Waldbrandgefahr gilt ab sofort ein absolutes Feuerverbot im Freien. Die Regierung hat das Verbot auf Antrag des Amtes für Bevölkerungsschutz und in Abstimmung mit den Gemeindefeuerwehrkommandanten und Förstern erlassen. Es gilt bis auf weiteres.

Grund ist die anhaltende Trockenheit in Verbindung mit dem sonnigen und heissen Wetter der vergangenen Wochen. Die Flur- und Waldbrandgefahr in Liechtenstein hat damit die höchste Warnstufe 5 erreicht.

Grillieren, Rauchen und Feuerwerk betroffen

Das Verbot betrifft eine ganze Reihe von Tätigkeiten im Freien. Grillstellen sind ab sofort tabu, ebenso das Feuermachen mit Holz- und Kohlegrills, Feuerschalen, Tonnen oder anderen Feuerstellen. Auch benzinbetriebene Kochgeräte dürfen nicht mehr verwendet werden. Eine Ausnahme gilt für Gas- und Elektrogrills: Diese dürfen ausserhalb der Wälder weiterhin genutzt werden, allerdings nur mit genügend Bodenabstand auf festem, nicht brennbarem Untergrund und unter permanenter Aufsicht. Auch dabei muss genügend Abstand zu Wald und Wiese eingehalten werden.

Das Rauchen im Wald ist untersagt, weggeworfene Zigaretten oder Zündhölzer im Freien sind ebenfalls verboten. Auch das Anzünden von Kerzen im Freien sowie das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und das Steigenlassen von Himmelslaternen sind während des Verbots nicht erlaubt.

Auch Nachbarregionen in Alarmbereitschaft

Auch ausserhalb Liechtensteins ist die Lage angespannt. In den Schweizer Kantonen Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden gilt ebenfalls grosse Waldbrandgefahr, dort wurde Stufe 4 von 5 ausgerufen. Damit gilt ein Feuerverbot im Wald und in Waldnähe, zudem sind das Abbrennen von Raketen sowie das Steigenlassen von Glücks- und Wunschlaternen untersagt.

In Vorarlberg wurden bislang keine entsprechenden Verordnungen erlassen, die Waldbrandgefahr wird von den zuständigen Forstbehörden aber ebenfalls als sehr gross eingeschätzt. Einzelne Zündquellen wie eine weggeworfene Zigarette könnten demnach bereits einen grossflächigen Brand auslösen, da das am Waldboden liegende Material derzeit praktisch vollständig ausgetrocknet ist.

hitze.li