USV Eschen/Mauren zieht nach turbulenten Monaten eine erste Bilanz
Mathias Speiser bei der Pressekonferenz des USV Eschen/Mauren | Foto: Gregor Meier
Rund drei Monate nach der Generalversammlung hat der FC USV Eschen/Mauren am Montagmorgen im Sportpark zu einer Medienorientierung geladen – ein für den regionalen Breitenfussball ungewöhnlicher Schritt. Präsident Mathias Speiser, der neue Leiter Sport Agim Zeqiri und Cheftrainer Patrick Winkler informierten über die finanzielle Lage, die Transferphase und die künftige Ausrichtung.
Speiser zeichnete das Bild eines Vereins, der nach den Verlusten des Vorjahres konsequent gespart hat. Das Budget der ersten Mannschaft wurde gegenüber der Vorsaison um rund 25 Prozent gekürzt, gegenüber den Jahren, in denen man über den Verhältnissen gelebt habe, um rund 45 Prozent. Auch in der Verwaltung seien die Kosten um weitere 20 Prozent gesenkt worden. Heute sei man laut Budget 2026 auf Kurs, liquide und könne alle offenen Rechnungen begleichen – ein Polster fehle aber. Bewusst verschont blieb die Nachwuchsabteilung mit rund 230 Kindern; neue Sponsoren investieren gezielt in diesen Bereich.
Strategisch setzt der USV auf Regionalität und junge Talente aus dem Raum Bündnerland, St. Galler Rheintal, Vorarlberg und Bodensee sowie auf die enge Zusammenarbeit mit dem LFV. 31 USV-Spieler stehen in den LFV-Nachwuchsauswahlen.
Zeqiri bestätigte einen Umbruch im Kader: elf Abgängen stehen neun fixierte Zugänge gegenüber, zwei bis drei weitere sollen folgen. Das Durchschnittsalter liege bei 22,2 Jahren – rund eineinhalb Jahre tiefer als zuletzt. Auch die zweite Mannschaft strebt den Aufstieg in die 3. Liga an.
Der im April kurzfristig eingesprungen Winkler blickt der am 29. Juni startenden Vorbereitung positiv entgegen. Sein Wunsch sei es, das Wir-Gefühl im Verein wieder zu stärken.
