So will die Regierung KI in der Landesverwaltung einsetzt
Die Regierung hat die KI-Strategie der Liechtensteinischen Landesverwaltung verabschiedet. Das Dokument soll den Rahmen dafür schaffen, wie Künstliche Intelligenz künftig im öffentlichen Dienst eingesetzt wird – verantwortungsvoll, transparent und stets unter menschlicher Kontrolle.
Die Strategie stützt sich auf vier Prinzipien: Verantwortung, Menschzentrierung, Transparenz sowie Effizienz und Innovation. KI soll Mitarbeiter unterstützen, ohne dass diese ihre Handlungsverantwortung abgeben. Der Einsatz soll für Bevölkerung und Belegschaft nachvollziehbar kommuniziert werden. Umgesetzt werden die Massnahmen in den Bereichen Mensch, Organisation, Governance und Infrastruktur.
Bei einer Medienkonferenz präsentierte die Regierungschefin Brigitte Haas gemeinsam mit Fabian Schmit vom Amt für Informatik, Clara Guerra von der Stabsstelle für Digitale Innovation und Juliane Marold vom APO heute diese Strategie. Was die Regierung dabei allerdings schuldig bleibt, sind konkrete Zahlen.
Welche KI-Werkzeuge die Verwaltung künftig nutzen will, in welchen Ämtern der Einsatz prioritär geplant ist und welche Investitionen geplant sind, konnte nicht beantwortet werden. Auch Einschätzungen, welchen wirtschaftlichen Mehrwert der KI-Einsatz konkret bringen soll fehlte. Zuerst müssen die konkreten Anwendungsfälle definiert werden, dann könnten die Investitionen geplant werden, erklärte Schmid. Bis dahin bleibt offen, ob sich der Aufwand für die Steuerzahler tatsächlich rechnet.
Anwendungsfälle, die bereits erprobt werden, sind Transkription und Übersetzung. Dies auch auf Lokalen KI-Modellen. Weiter Ideen gibt es bereits: «Ein ChatBot für 0-8-15-Fragen«, schwebt der Regierungschefin vor. Auch einfache Terminvereinbarungen sind für sie denkbar.
Die Strategie sei offen für Anpassungen, erklärte die Regierungschefin und hat keinen fixen Gültigkeitszeitraum. Spätestens 2030 soll eine grundlegende Überarbeitung folgen. Ob bis dahin aus dem Rahmenwerk auch ein gelebter Alltag in der Verwaltung wird, bleibt abzuwarten.

