WEKO untersucht mögliche Preisabsprachen im Waadtländer Baugewerbe
Die schweizer Wettbewerbskommission (WEKO) hat zwei neue Untersuchungen wegen mutmasslicher Submissionsabreden im Kanton Waadt eröffnet. Im Visier stehen drei Unternehmen, die bei privaten Bauprojekten aus dem Jahr 2023 ihre Offerten und Preise koordiniert haben sollen.
Konkret besteht der Verdacht, dass je zwei Firmen bei zwei verschiedenen Bauvorhaben abgesprochen hatten, zu welchem Preis sie Angebote einreichen und wem sie den Auftrag zuschanzen wollten. Solche Submissionsabreden sind kartellrechtlich verboten: Sie treiben die Preise künstlich in die Höhe, bremsen den Wettbewerb und belasten letztlich sowohl die Wirtschaft als auch die öffentliche Hand. Die Hinweise auf die möglichen Abreden stammen aus einem laufenden Verfahren im Kanton Neuenburg.
Die WEKO prüft nun, ob tatsächlich unzulässige Wettbewerbsbeschränkungen vorliegen. Die Untersuchungen dürften rund ein Jahr dauern. Betroffen sind die Unternehmen Ernest Gabella SA, Perrin Frères SA sowie Zuttion Construction SA. Für alle gilt die Unschuldsvermutung.
