Temu im Visier: Schweizer Parlament will illegale Produkte sichtbar machen

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Bundeshaus in Bern | Foto: Gregor Meier

Der Druck auf chinesische Online-Plattformen wie Temu und Shein wächst. In der laufenden Sommersession – sie dauert vom 1. bis 19. Juni – befasst sich nun auch der Nationalrat mit der Frage, wie Konsumenten besser vor Produkten geschützt werden können, die Schweizer Sicherheitsstandards nicht erfüllen.

Der Ständerat hat den Weg bereits geebnet: Einhellig nahm er eine Motion an, die ausländische Onlineshops verpflichten soll, Produkte klar zu kennzeichnen, wenn sie hiesigen Vorschriften nicht entsprechen. Kaufende sollen auf einen Blick erkennen können, ob ein Artikel in der Schweiz eigentlich nicht zugelassen wäre.

Hintergrund ist eine wachsende Flut von Paketen aus Fernost, deren Inhalt bei Stichproben immer wieder auffällt: fehlende Etiketten, mangelhafte Sicherheitshinweise, Materialien, die europäischen Normen widersprechen. Elf Verbände hatten in einem offenen Brief bereits Alarm geschlagen.

Ob der Nationalrat die Vorlage durchwinkt oder abschwächt, entscheidet sich in den kommenden Tagen. Klar ist: Das billige Versprechen von Temu & Co. hat seinen politischen Preis.

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