Konsumentenstimmung bricht ein: SECO-Index im März 2026 bei –43 Punkten

Supermarkt

Die Stimmung der Schweizer Haushalte hat sich im März 2026 deutlich verschlechtert. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) meldet einen Konsumentenstimmungsindex von –43 Punkten – 13 Punkte schlechter als im Februar 2026 (–30 Punkte) und 8 Punkte unter dem Wert vom März 2025. Damit zählt der Rückgang zu den stärksten monatlichen Einbrüchen der letzten Jahre.

Gleich drei der vier Teilindizes liegen unter dem Vorjahresniveau: die erwartete Wirtschaftsentwicklung, die erwartete finanzielle Lage der Haushalte sowie der Teilindex zum Zeitpunkt für grössere Anschaffungen. Lediglich die vergangene finanzielle Lage blieb gegenüber März 2025 weitgehend stabil. Das Bild ist eindeutig: Die Schweizer Konsumenten blicken pessimistischer in die Zukunft als noch vor einem Jahr – und sie halten sich bei grösseren Ausgaben zurück.

Als Hintergrund für die eingetrübte Stimmung dürften verschiedene Faktoren zusammenwirken: die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, die Blockade der Strasse von Hormus mit den damit verbundenen Risiken für Energiepreise sowie die allgemeine Verunsicherung durch globale Handelskonflikte. Hinzu kommen die schwache Konjunktur in Deutschland – dem wichtigsten Handelspartner der Schweiz – und die Schweizer Arbeitslosenquote, die zuletzt bei 3 % verharrte.

Für den Detailhandel und exportorientierte Unternehmen sind die Daten ein Warnsignal: Sinkende Kaufbereitschaft dämpft die Binnennachfrage. Auch Liechtenstein, dessen Wirtschaft eng mit dem Schweizer Markt verflochten ist, dürfte die Konsumzurückhaltung zu spüren bekommen.

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