Die Schweizerische Post führt den digitalen Brief ein
Seit dem 1. April 2026 können Briefe in der Schweiz auf digitalem Weg verschickt werden. Die Schweizerische Post hat ihr Angebot entsprechend erweitert: Wer will, kann Briefe künftig direkt über die Post-App versenden, statt sie physisch zu verschicken.
Das Prinzip funktioniert ähnlich wie ein klassischer Brief, läuft aber vollständig über eine gesicherte digitale Infrastruktur. Zum Start sind 1,2 Millionen Adressen verifiziert, jede Sendung erhält einen Zeitstempel, und ein elektronisches Siegel erhöht die Manipulationssicherheit und erschwert Phishing-Versuche. Die Post sieht darin einen klaren Vorteil gegenüber gewöhnlichen E-Mails, die für den Austausch sensibler Daten wenig geeignet sind.
Zur Nutzung ist eine Registrierung in der Post-App erforderlich, die sowohl auf dem Smartphone als auch am Computer verfügbar ist. Wer die App nicht nutzen kann oder will, erhält digitale Briefe automatisch in gedruckter Form. Aktuell haben rund 500 000 Nutzer der digitalen Zustellung bereits zugestimmt.
Der Empfang ist kostenlos. Das Versenden eines digitalen Briefes kostet 40 Rappen. Wer den Brief trotzdem auf Papier zustellen lassen möchte, zahlt 1,45 Franken (B-Post) beziehungsweise 1,65 Franken (A-Post). Für Liechtenstein, wo die Schweizerische Post grosse Teile des Briefverkehrs abwickelt, dürfte der Dienst mittelfristig ebenfalls relevant werden.
