Kubas Präsident warnt die USA vor unüberwindlichem Widerstand
Senat in Havana | Foto: Gregor Meier
Nach Aussagen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Übernahme Kubas hat Staatschef Miguel Díaz-Canel eine deutliche Warnung ausgesprochen. „Selbst im schlimmsten Fall kann sich Kuba einer Sache sicher sein: Jeder externe Angreifer wird auf unüberwindlichen Widerstand stossen«, schrieb Díaz-Canel auf der Plattform X.
Der kubanische Präsident warf Washington vor, das Land fast täglich öffentlich zu bedrohen und die verfassungsmässige Ordnung gewaltsam stürzen zu wollen. Trumps Regierung verkünde nicht nur Pläne zur Übernahme Kubas und seiner Ressourcen, sie versuche auch, das Land wirtschaftlich zu ersticken und eine Kapitulation zu erzwingen. „Nur so lässt sich der erbitterte Wirtschaftskrieg erklären, der als Kollektivstrafe gegen die gesamte Bevölkerung geführt wird«, schrieb Díaz-Canel.
Trump hatte zuletzt einen zeitnahen Eingriff der USA ins kubanische Machtgefüge angedeutet und davon gesprochen, den sozialistischen Staat in irgendeiner Form zu übernehmen oder zu befreien. Trump sagte, faktisch könne er mit Kuba alles machen, was er wolle. Mit Zolldrohungen gegen Lieferanten von Ölexporten nach Kuba und einer Blockade sanktionierter Tanker aus Venezuela hat Trump die Insel seit Dezember 2024 weitgehend vom Zugang zu Öl abgeschnitten.
Trotz der scharfen Rhetorik bestätigten sowohl die kubanische als auch die US-Regierung, dass parallel Gespräche stattfinden.

