Startseite Inland Neuer Reisepass: Sicherer, moderner, sofort zum Mitnehmen

Neuer Reisepass: Sicherer, moderner, sofort zum Mitnehmen

Ab Dienstag, 3. Februar 2026, gibt das Ausländer- und Passamt (APA) in Vaduz den neuen liechtensteinischen Reisepass aus. Bürgerinnen und Bürger können ihn direkt nach der Beantragung mitnehmen. Die bisherigen Pässe bleiben bis zum Ablauf gültig. Auch die Gebühren ändern sich nicht.

Regierungsrat Hubert Büchel stellte das neue Dokument gemeinsam mit APA-Leiter Markus Biedermann vor. Neben dem regulären Pass überarbeitete das Amt auch alle Spezialpässe. Dazu zählen der Diplomatenpass, der Dienstpass, der Pass für Ausländer sowie der Reiseausweis für anerkannte Flüchtlinge.

Der neue Pass setzt auf höhere Sicherheit. Er enthält mehr als 40 Schutzmerkmale. Entscheidend ist ihr Zusammenspiel. Das Design spielt dabei eine zentrale Rolle. Nach einem Wettbewerb wurde es von Anikó Stalder entworfen. Jede Seite zeigt ein eigenes Motiv. Wiederholende Muster fehlen bewusst. Das erschwert Fälschungen deutlich.

Büchel erklärte, warum das Land eine neue Passgeneration einführt. Einerseits folgen die Behörden internationalen Vorgaben der Zivilluftfahrtorganisation ICAO. Diese verlangt regelmässige Designanpassungen. Andererseits entwickeln sich Fälschungstechniken ständig weiter. Der neue Pass trägt dem Rechnung.

Die Datenseite besteht fast vollständig aus Polycarbonat. Dieses Material gilt als besonders robust. Laser brennen die persönlichen Daten direkt in die Karte. So lassen sie sich nicht verändern. Auf Laminieren oder Pressen verzichtet das Amt. Dadurch können Antragsteller den Pass sofort mitnehmen.

Ein weiteres Merkmal ist das sogenannte Letterscreen-Image. Dieses komplexe Muster schützt den Übergang zwischen Datenseite und Papier. Es verhindert, dass jemand die Seite herauslöst oder austauscht.

Viele Sicherheitsmerkmale lassen sich ohne Geräte prüfen. Das Amt setzt auf das Prinzip Sehen, Fühlen und Kippen. Einige Elemente reagieren auf Licht. Andere fühlen sich erhaben an. Zusätzliche Merkmale zeigen sich unter UV- oder Infrarotlicht.

Auch inhaltlich ändert sich der Pass. Das Amt streicht die Angabe der Körpergrösse. Stattdessen ergänzt es den Geburtsort. Das erleichtert Abläufe im Ausland, etwa bei Visa-Anträgen oder Bankgeschäften.

Der neue Pass ist zweisprachig in Deutsch und Englisch gehalten. Auf den ersten Seiten erscheinen zusätzliche Hinweise auf Arabisch, Chinesisch, Französisch, Russisch und Spanisch.

Markus Biedermann bei der Pressekonferenz

Gestalterisch zeigt der Pass Motive aus allen elf Gemeinden. Landschaften, Kultur und Geschichte prägen die Seiten. Das Design entstand aus einem öffentlichen Wettbewerb. Die Siegerarbeit entwickelte das Amt gemeinsam mit der Österreichischen Staatsdruckerei weiter.

Die Beantragung bleibt unverändert. Bürger erscheinen persönlich am Schalter. Das Amt erfasst Foto, Fingerabdrücke und Unterschrift vor Ort. Neu erhalten Antragsteller sowohl die Identitätskarte als auch den Pass direkt.

Büchel betonte, dass niemand einen neuen Pass beantragen muss. Bestehende Dokumente behalten ihre Gültigkeit. Der Wechsel bleibt freiwillig.

Mit dem neuen Reisepass verbindet Liechtenstein moderne Sicherheit mit effizientem Service. Das Land setzt damit ein klares Zeichen für zeitgemässe Verwaltung und hohe Schutzstandards.

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