US-Inflationsrate sinkt überraschend stark

US Capitol

US Capitol | Foto: Gregor Meier

Die Inflationsrate in den USA ist überraschend im Januar gesunken. Laut dem US-Arbeitsministerium betrug der Rückgang 2,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Im Dezember 2025 waren die Verbraucherpreise noch um 2,7 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten eine geringere Rückgangsrate erwartet, nämlich 2,5 Prozent.

Grund für den starken Rückgang sind hauptsächlich gesunkene Energiepreise, während die Preise für Dienstleistungen im Jahresvergleich deutlich stiegen. Benzinpreise verzeichneten einen Rückgang von 7,5 Prozent. Sowohl Energie- als auch Heizölpreise sanken im Vergleich zum Dezember 2025, während Lebensmittel, Kleidung und Dienstleistungen leicht anstiegen.

Experten sind überrascht, dass die US-Zollpolitik bisher kaum Auswirkungen auf die Inflationsdaten gezeigt hat. US-Unternehmen scheinen die Preiserhöhungen durch Produktivitätssteigerungen auszugleichen. Eine befürchtete Inflationskatastrophe bleibt vorerst aus. Die schrittweise Verringerung der Inflation könnte auch den Druck auf die US-Notenbank verringern. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hatten die Inflation im Juni 2022 auf den höchsten Stand seit 40 Jahren getrieben. Seitdem zeigt sie einen stetigen Abwärtstrend.

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