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Labour erringt historischen Sieg in Grossbritannien

Keir Starmer
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Die Labour-Partei hat einen überwältigenden Sieg bei den britischen Parlamentswahlen errungen. Laut Nachwahlbefragungen kann die Partei von Keir Starmer mit 410 Sitzen im Unterhaus rechnen. Die Konservativen von Premierminister Rishi Sunak erlitten ihre schlimmste Niederlage seit ihrer Gründung im Jahr 1834.

Labour hatte bereits vor der Wahl hohe Umfragewerte mit über 430 Sitzen erzielt. Für eine absolute Mehrheit sind 326 Sitze notwendig. Erste Ergebnisse aus den Wahlkreisen erwartet man in der Nacht auf Freitag.

Sollte das prognostizierte Ergebnis bestätigt werden, wäre es das zweitbeste Ergebnis in der Geschichte von Labour. Nur Tony Blair schnitt 1997 mit 418 Mandaten besser ab. Der Führungswechsel in Grossbritannien erfolgt rasch. Starmer wird nach der Bestätigung des Ergebnisses von König Charles III. gebeten, die Regierung zu übernehmen.

«An alle, die für Labour gekämpft und gestimmt haben: Danke“

Keir Starmer bedankte sich auf Twitter bei seinen Unterstützern

Die Konservativen, die zuletzt 365 Sitze hatten, fallen auf 131 zurück. Meinungsforscher John Curtice sieht in dem Ergebnis weniger eine Begeisterung für Labour, sondern vielmehr eine Ablehnung der Konservativen. Faktoren wie Brexit, Pandemiemanagement, Wirtschaftskrisen und politische Skandale spielten dabei eine Rolle. In den 14 Jahren der Tory-Regierung gab es fünf konservative Premierminister, davon drei allein im Jahr 2022.

Die Liberal Democrats erhielten 61 Sitze und die Reform UK von Nigel Farage gewann überrascht 13 Mandate. Die Grünen verbesserten sich auf zwei Mandate. Die Schottische Nationalpartei fiel auf zehn Sitze zurück.

Rishi Sunak räumte die Niederlage seiner Partei ein und gratulierte Starmer. Sunak bleibt Abgeordneter und will die Verantwortung für die Wahlniederlage übernehmen.

Starmer steht nun vor der Aufgabe, eine neue Regierung zu bilden und seine Wahlversprechen umzusetzen. Der ehemalige Jurist, der vor neun Jahren seine politische Karriere begann, wird als neuer Premierminister Grossbritannien in eine neue Ära führen

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