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Tschechien setzt weiter auf Atomkraft

Ein Atomkraftwerk
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Die tschechische Regierung plant den Bau von vier neuen Kernreaktoren, um den steigenden Strombedarf im Land zu decken und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen. Allerdings wurde die Ausschreibung für dieses ambitionierte Projekt vorerst gestoppt, da die Kosten als zu hoch eingestuft wurden.

Das amerikanisch-kanadische Konsortium Westinghouse hat die erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt und ist somit nicht mehr im Rennen. Die Unternehmen EDF aus Frankreich und KHNP aus Südkorea sind nun die verbleibenden Bieter.

Tschechien rechnet mit einem deutlichen Anstieg des Stromverbrauchs und sieht den Ausbau der Kernkraft als notwendig an, um genug bezahlbare Energie liefern zu können und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen. Allerdings gibt es Bedenken hinsichtlich einer möglichen Kostenexplosion und der Finanzierung des Projekts.

Experten schätzen die Gesamtkosten für den Bau der vier neuen Reaktoren auf bis zu 20 Milliarden Euro. Diese enormen Ausgaben werfen Fragen auf und sorgen für Diskussionen über die Finanzierung des Projekts.

Einige Kritiker halten den Ausbau der Atomenergie in Tschechien für gefährdet und plädieren für alternative Energiequellen. Sie sehen die Gefahr einer Kostenexplosion und weisen auf mögliche Risiken hin. Premierminister Fiala hält jedoch am Zeitplan fest und betont die Bedeutung des Projekts für die Energieversorgung des Landes.

Die Entscheidung über den Zuschlag für den Bau der neuen Kernreaktoren wird in den kommenden Monaten erwartet. Bis dahin bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussionen um Kosten, Finanzierung und Sicherheit entwickeln werden. Tschechien steht vor einer wegweisenden Entscheidung, die nicht nur die Energieversorgung des Landes, sondern auch die Zukunft der Atomenergie in der Region beeinflussen könnte.

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