Rheinpark Vaduz: Ninja-Parcours und Pannafeld nach Mitwirkung der Bevölkerung

Symbolbild eines Ninja Parkours

Symbolbild eines Ninja Parkours

Ein Ninja-Parcours, ein Pannafeld und ein Teqballtisch: Der überarbeitete Masterplan für den Rheinpark in Vaduz sieht neben klassischen Sportanlagen auch Angebote vor, die es nicht in jedem Park gibt. Der Gemeinderat hat den aktualisierten Plan am 27. Oktober genehmigt. Eingeflossen sind die Rückmeldungen aus der öffentlichen Mitwirkung vom Frühsommer.

Zwischen dem 20. Mai und dem 30. Juni konnte sich die Bevölkerung zur Weiterentwicklung des Rheinparks äussern. Insgesamt gingen 271 Meinungen und Ideen ein. Im Vordergrund standen laut der Gemeinde eine naturnahe Gestaltung, genügend Bäume und Schattenplätze, möglichst wenig versiegelte Flächen und vielseitige Nutzungsmöglichkeiten. Die Teilnehmer konnten zudem die acht vorgesehenen Sport- und Freizeitelemente bewerten, darunter eine Laufstrecke, ein Kleinspielfeld, ein Bewegungspark, eine Boulderinsel und ein Erlebnisspielplatz. Neben diesen Rückmeldungen flossen auch fachliche und rechtliche Abklärungen in die Überarbeitung ein.

Kompakte Anlagen in naturnaher Umgebung

Der Ninja-Parcours ist im Bewegungspark vorgesehen. Das multifunktionale Kleinspielfeld soll ein Pannafeld, Basketballkörbe und einen Teqballtisch umfassen. Panna ist eine Form des Strassenfussballs, bei der zwei Spieler auf einem kleinen, umzäunten Feld gegeneinander antreten. Der Name steht für den Beinschuss, bei dem der Ball zwischen den Beinen des Gegners hindurchgespielt wird. Teqball wird mit einem Fussball an einem gewölbten Tisch gespielt, ähnlich wie Tischtennis, jedoch ohne Schläger und ohne Einsatz der Hände. Weil die Anlagen kompakt angeordnet werden, lassen sich laut der Gemeinde sämtliche Sport- und Freizeitangebote auf begrenzter Fläche unterbringen und in eine naturnahe Parklandschaft einbetten. Dazu kommen Schattenplätze, Sitzgelegenheiten, WC-Anlagen, Trinkwasserstellen und ein Hofladenautomat.

Breitensport erhält eigene Flächen

Den ursprünglichen Masterplan hatte der Gemeinderat bereits im Februar 2025 genehmigt. Hintergrund ist, dass sich der Breitensport im Rheinpark bisher dem Leistungs- und Spitzensport unterordnen musste. Künftig unterscheidet die Gemeinde deshalb zwischen dem Rheinpark Stadion und den Sport- und Freizeitanlagen für die Bevölkerung. Das Stadion bleibt die Heimspielstätte des FC Vaduz und der Nationalmannschaft.

Der Masterplan gibt den Rahmen vor, die einzelnen Projekte legt er nicht abschliessend fest. Für jedes Bau- und Erneuerungsvorhaben muss dem Gemeinderat ein eigener Antrag samt Kredit vorgelegt werden. Zudem soll der Plan alle fünf Jahre überprüft werden.

Erste Massnahme bereits umgesetzt

Der Rheinpark entsteht in mehreren Etappen, die aufeinander abgestimmt werden. Derzeit laufen die Vorbereitungsarbeiten. In den kommenden Jahren stehen vor allem die neuen Sport- und Freizeitanlagen sowie ein neues Garderobengebäude für den Breitensport im Vordergrund. Parallel dazu bereitet die Gemeinde die Modernisierung des Rheinpark Stadions vor. Abgeschlossen ist bereits die Umrüstung der Flutlichtanlage auf energieeffiziente LED-Technik.

Der Masterplan mit allen vorgesehenen Massnahmen ist auf der neuen Projektwebseite unter vaduz.li/rheinpark-vaduz einsehbar.