Österreichischer Nationalfeiertag im Rathaus Vaduz gefeiert
Mit einer Feierstunde im Rathaus Vaduz haben die österreichische Botschaft und das Generalkonsulat am Freitag den österreichischen Nationalfeiertag vom 26. Oktober begangen. Zahlreiche Gäste aus Liechtenstein und Österreich folgten der Einladung, unter ihnen Regierungschefin Brigitte Haas und Aussenministerin Sabine Monauni. Das Stella Brass Ensemble umrahmte den Anlass musikalisch und spielte zum Auftakt die Hymnen beider Länder.
Honorarkonsul Markus Kaiser begrüsste die Gäste und bezeichnete die Beziehungen zwischen den beiden Ländern als aussergewöhnlich eng. „Wir arbeiten zusammen, wir kennen uns, wir vertrauen uns“, sagte er. Gerade in einer Zeit, in der nationale Eigeninteressen in den Vordergrund rückten, sei dieses Miteinander besonders zu schätzen.
Botschafter Maximilian Hennig erinnerte an die Neutralität und den Abzug der Besatzungstruppen 1955, verwies aber auch auf die unsicheren Zeiten. Der Krieg in der Ukraine, rund 570 Kilometer östlich von Wien, und der Krieg im Nahen Osten träfen ganz Europa auch wirtschaftlich. In solchen Zeiten brauche es verlässliche Partner. „Es gibt keinen besseren, verlässlicheren und engeren Partner für die Republik Österreich als das Fürstentum Liechtenstein“, sagte Hennig. Als Beispiel nannte er die Unterstützung durch eine liechtensteinische Diplomatin, wenn Österreich im kommenden Jahr im UNO-Sicherheitsrat sitzt.
Aussenministerin Monauni hob die Zusammenarbeit in der Alpenkonvention und am Alpenrhein hervor und verwies auf den Kauf einer eigenen Residenz für die liechtensteinische Botschaft in Wien, dem der Landtag Anfang Oktober zugestimmt hat. „Unsere gute Nachbarschaft ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte sie. „Sie ist das Ergebnis von Vertrauen, gegenseitigem Respekt und dem gemeinsamen Willen, etwas zu bewegen.“ Sie schloss mit einem Toast: „Auf Österreich, auf Liechtenstein, auf unsere Freundschaft.“

