80 Bushäuschen werden wieder zur Galerie
Wer nächsten Sommer in Liechtenstein auf den Bus wartet, blickt womöglich auf das Bild einer Primarschulklasse, eines Hobbymalers oder eines Berufskünstlers. Ab Anfang Mai 2027 werden 80 Wartehäuschen im ganzen Land für sechs Monate mit Kunstwerken beklebt. Mitmachen kann jeder: Visarte Liechtenstein und die Kunstschule Liechtenstein suchen bis zum 14. Februar Arbeiten zum Thema „In Bewegung“.
Es ist die dritte Auflage der wARTehausgalerie, und sie wächst weiter. 2023 zeigte die Kunstschule zu ihrem 30-Jahr-Jubiläum 61 Werke in 52 Wartehäuschen. 2025 gingen 120 Eingaben ein, 79 Werke kamen in 70 Häuschen, darunter sämtliche Arbeiten von Kindern und Schulklassen. Die Resonanz sei riesig gewesen, sagt René Hasler von Visarte. Auch diesmal rechnen die Organisatoren mit mehr Eingaben als Plätzen und werden auswählen müssen.
Neu ist die LIEmobil als Themenpartner dabei, und das Thema ist auf den Ort zugeschnitten: Mobilität, Begegnung, Stillstand und Veränderung, vom alltäglichen Unterwegssein bis zu inneren Bewegungen. Sebastian Frommelt von der Kunstschule bringt die Idee auf den Punkt: „Ein Ort des Wartens und Unterwegsseins wird zu einem Ort der Begegnung mit künstlerischen Arbeiten.“
Gefragt sind Zeichnungen, Malereien, Drucke, Collagen, Fotografien, digitale Arbeiten und dreidimensionale Objekte. Weil die Werke vergrössert auf Transparentfolie gedruckt und auf die Glasscheiben geklebt werden, sollten sie kräftige Farben oder starke Kontraste haben. Die Montage übernimmt die Reinold Ospelt AG aus Vaduz.
Finanziert wird die Ausstellung von der Gerda Techow Gemeinnützigen Stiftung, der Guttuso Stiftung und den Liechtensteiner Gemeinden.
