Rockabend für den guten Zweck: „Naturtrüeb“ und Gäste spielen im SAL
Benefizkonzert in Schaan
Zum dritten Mal hat die Liechtensteiner Rockband „Naturtrüeb“ zu einem grossen Benefizkonzert geladen – und das Publikum ist zahlreich gekommen. Am Samstagabend standen im SAL in Schaan rund 20 Musiker und Sänger sowie zwei Chöre auf der Bühne, auf dem Programm standen 43 Songs. Die Einnahmen gehen vollumfänglich an die Hospizbewegung Liechtenstein und an ROKJ, das sozial und wirtschaftlich benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt. Eingeladen hatte die Gemeinde Schaan.
Frontmann Marco Hoch hielt die Begrüssung bewusst kurz. Er bedankte sich dafür, dass die Band die Verantwortung für den Abend übernehmen durfte, und zeigte sich erfreut über den grossen Aufmarsch. Hinter dem Projekt steckten lange Probenwochen, die nach seinen Worten trotz allem Freude gemacht hätten.
Weil Hoch selbst den Abend über die grosse Besetzung dirigierte, übernahm ein Gastgitarrist seinen Part an der Gitarre. Hoch hatte im Vorfeld auch Soli, Intros und den Probenplan koordiniert.
Nach und nach stellte Hoch die Gäste vor, die sich der Stammbesetzung anschlossen – Sänger, Gitarristen und eine Bläsersektion aus verschiedenen Bands der Region. Am Gesang stand unter anderem Thomas Graf, Sänger der Mundartband Megawatt. Er wirkte bereits zum dritten Mal bei einem Benefizkonzert von „Naturtrüeb“ mit.
Verstärkt wurde die Band von den Chören „Family Voices“ und „Young Stars“. Die Young Stars aus Nendeln unter der Leitung von Tanja Plüss standen von Beginn an mit auf der Bühne. Musikalisch setzte der Abend auf Rock und Pop der 1970er- und 1980er-Jahre, darunter „Baila“, „Sweet Home Alabama“ und „Lady in Black“. Die letzten beiden Songs hatte die Band im Vorfeld bewusst geheim gehalten – der Schluss sollte für das Publikum eine Überraschung sein.
Mit Benefizkonzerten hat „Naturtrüeb“ Erfahrung. Das erste fand 2015 mit 40 Gastmusikern statt, 2018 folgte ein grosses Konzert mit 35 Gastmusikern im SAL. Hoch hatte diese Anlässe schon früher als jene Erlebnisse aus der Bandgeschichte bezeichnet, die ihm besonders in Erinnerung geblieben seien – weil die Musiker damit etwas Positives bewirken konnten.
Die Coverband ist seit mehr als einem Vierteljahrhundert unterwegs und spielt pro Jahr zwischen 25 und 35 Konzerte.

