Nach 13 Jahren Planung: Kletterhalle Rhiblok in Vaduz eröffnet
Ein Band wurde am Samstag im Vaduzer Mühleholz nicht durchgeschnitten. Zur Eröffnung des Rhiblok wurden stattdessen Seile zusammengehängt – eine Schere hätte in einer Kletterhalle kaum gepasst. Damit ist Liechtensteins erste Kletterhalle eröffnet. Getragen wird sie vom Liechtensteiner Alpenverein (LAV), der das Projekt seit 2013 verfolgt. Gekostet hat sie rund 6,67 Millionen Franken, 80 Prozent davon übernimmt das Land.
Drei Anläufe
Bis zum Bau brauchte der LAV drei Subventionsgesuche. 2017 sprach der Landtag bereits einen Kredit, ein Jahr später lehnten jedoch zwei Gemeinden den Finanzbeschluss ab – sämtliche öffentlichen Zusagen fielen dahin. Später wechselte der Standort von Schaan nach Vaduz. Am 4. September 2024 genehmigte der Landtag schliesslich 5,336 Millionen Franken. Die Gemeinden Vaduz und Schaan, denen das Grundstück gehört, steuerten je 250’000 Franken bei. Den Rest brachte der Alpenverein über Sponsoren, Stiftungen, Privatpersonen und ein Crowdfunding auf.
Freiwillige bis zur letzten Stunde
An der Feier dankten die Verantwortlichen neben Land, Gemeinden und der Stabsstelle für Sport vor allem den Freiwilligen. Sie leisteten unzählige Stunden – noch kurz vor der Eröffnung reinigten Helfer die Halle. Namentlich begrüsst wurden LAV-Vizepräsidentin Claudia Lampert-Beck, LLB-CEO Christoph Reich – die Bank ist Sponsorin der Halle – und Bauprojektleiter Silvio Wille, der seit Beginn im Projektteam mitarbeitet.
Den Ausschlag für das Projekt gab ein praktisches Problem: Kinder und Jugendliche aus Liechtenstein mussten für das Klettern bisher weite Wege in Hallen der Umgebung auf sich nehmen.
3000 Quadratmeter auf drei Etagen
Der Rhiblok steht an der Schaanerstrasse gegenüber dem Freibad Mühleholz. Auf drei Etagen bietet er rund 3000 Quadratmeter Kletter- und Boulderfläche, einen Familienbereich, Zonen für Kurse und Gruppen, einen Funpark für Kinder sowie einen Profi-Boulderbereich mit Kraftraum. Ein grosses Tor verbindet die Halle mit der Aussenkletterwand. Der Name soll laut Alpenverein für die Region stehen und über Grenzen hinweg verbinden.




