Gemeinderat bewilligen 1.46 Millionen Franken für die Tennisanlage
Die Gemeinderäte von Eschen und Mauren haben an ihrer Gemeinschaftssitzung vom 16. September im Sportpark Eschen-Mauren einen Verpflichtungskredit von 1.46 Millionen Franken für die Erneuerung der Tennisaussenanlage bewilligt. Sie entschieden sich damit für die Variante Gesamterneuerung, die 200’000 Franken mehr kostet als die ebenfalls geprüfte Teilerneuerung von 1.26 Millionen Franken. In den Finanzplanungen beider Gemeinden waren bisher je 600’000 Franken, verteilt auf die Jahre 2027 und 2028, vorgesehen.
Die fünf Aussenplätze stammen aus den Jahren 1979 und 1988 und sind damit teilweise fast 50 Jahre alt. Bereits an der Gemeinschaftssitzung vom 14. September 2022 hatten die beiden Gemeinderäte auf Antrag des Tennisclub Eschen-Mauren beschlossen, die Mittel für eine Erneuerung in die Finanzplanungen aufzunehmen. Ursprünglich war das Winterhalbjahr 2025/2026 vorgesehen, passend zum 50-Jahr-Jubiläum des Clubs. Wegen der gleichzeitigen Sanierung der Aussenanlage auf Eschner Seite wurde der Termin verschoben. Gebaut wird nun im Winterhalbjahr 2027/2028, die Plätze sollen ab Frühling 2028 zur Verfügung stehen.
Vom Sandplatz zum Allwetterbelag
Die fünf bestehenden Sandplätze werden umgebaut und erhalten einen Allwetterbelag. Dieser ist laut den Unterlagen weniger pflegeintensiv sowie weniger witterungs- und frostempfindlich, wodurch sich die Nutzungsdauer verlängert. Die jährliche Frühlingsinstandstellung entfällt, externe Unterhaltsarbeiten sind nur noch alle drei bis fünf Jahre nötig. Das Wasser versickert künftig durch den Belag statt über seitliche Rinnen abzufliessen, was den Vorgaben der Abwasserreglemente beider Gemeinden entspricht.
Erneuert werden auch die Ballwand, die gedreht und besser in die Anlage integriert wird und künftig vermehrt dem Juniorentraining dienen soll, sowie sämtliche Zäune. Die Beleuchtung wird auf LED umgestellt, die bestehenden Masten wurden statisch geprüft und können weiterverwendet werden.
Ausschlaggebend für die teurere Variante waren die Setzungen im Untergrund, insbesondere beim Platz 5. Bei einer Teilerneuerung wären die betonierten Rinnenrandabschlüsse und Zugänge grösstenteils stehen geblieben und hätten aufwendig angepasst werden müssen; die Anlage hätte danach aus Bauteilen von 1979, 1988 und 2028 bestanden, und die knapp 40 Jahre alte Ballwand wäre weiterverwendet worden. Bei der Gesamterneuerung sind sämtliche Aufbauten neu, zusätzlich werden der Fussweg zwischen Tennisclubhaus und Sportparkareal Eschen asphaltiert und die Wasserzuleitung zum Clubhaus erneuert. In den bewilligten Kosten sind Reserven von 70’000 Franken enthalten, die Kostengenauigkeit beträgt plus/minus zehn Prozent.
Wegen der grossen Nachfrage entsteht vor der Tennishalle ein zweiter Padel-Court. Der Tennisclub Eschen-Mauren übernimmt wie schon beim ersten Court die Kosten für den Platz selbst von rund 50’000 Franken, der Unterbau geht zulasten der Gemeinden und ist im Kredit enthalten. Beim ersten Padel-Court, den die Gemeinderäte im April 2023 bewilligt hatten, trugen die Gemeinden rund 60’000 Franken für den Unterbau.
In Mauren nur mit fünf zu drei Stimmen
Während der Gemeinderat Eschen dem Kredit einstimmig zustimmte, fiel der Entscheid in Mauren mit fünf Ja-Stimmen zu drei Nein-Stimmen knapper aus. Die Zustimmung kam von zwei FBP- und drei VU-Vertretern, die Ablehnung von je einem Vertreter der FBP, der VU und der DpL. Alle übrigen Anträge zum Geschäft passierten beide Räte einstimmig: die Vergabe der Projektierungsarbeiten an das Planungsbüro Wegmüller AG in Klosters für 77’750 Franken, die Vergabe der Bauleitung an dasselbe Büro für 47’810 Franken sowie die Einsetzung einer Arbeitsgruppe. Dieser gehören die beiden Gemeindevorsteher Peter Frick und Tino Quaderer, Tobias Walser und Karin Bühler vom Tennisclub, Sportparkwart Marcel Klossner und Stefan Schuler, Leiter der Bauverwaltung Mauren, an.

