Weniger Investitionen bringen Triesenberg zurück in die Gewinnzone

Gemeinderat Triesenberg

Die Gemeinde Triesenberg hat die Jahresrechnung 2025 mit einem Überschuss von rund 1,1 Millionen Franken abgeschlossen. Nach mehreren Jahren mit Fehlbeträgen ist dies ein positives Signal – die Gemeinde selbst spricht allerdings nur von einer Verschnaufpause, da die Finanzlage insgesamt angespannt bleibt.

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Der Überschuss geht vor allem auf tiefere Investitionen zurück: 2025 wurden 2,8 Millionen Franken investiert, gegenüber 5,4 Millionen im Vorjahr. Zuvor hatten grössere Projekte, insbesondere das Gebäude für die Blaulichtorganisationen, die Finanzreserven deutlich schrumpfen lassen. Mit dem Überschuss wurde das Reservekapital nun um 1,3 Millionen auf 6,3 Millionen Franken aufgestockt.

Auch die Erfolgsrechnung entwickelte sich positiv und weist wie bereits im Vorjahr einen Ertragsüberschuss von rund 990 000 Franken aus. Die betrieblichen Erträge stiegen auf knapp 21,8 Millionen Franken, während der Aufwand leicht auf gut 21 Millionen Franken zurückging. Der Cashflow erhöhte sich auf knapp 3,9 Millionen Franken, der Selbstfinanzierungsgrad lag bei 138 Prozent.

Grossteil der Ausgaben fremdbestimmt

Die Steuereinnahmen stiegen um 0,3 Millionen auf rund 7,9 Millionen Franken. Die Erträge aus dem Finanzausgleich gingen dagegen um 240 000 Franken auf 10,2 Millionen Franken zurück. Zusammen machen beide Posten weiterhin über 80 Prozent der Gemeindeeinnahmen aus.

Ein bedeutender Ausgabeposten sind die Beitragsleistungen an Land, Verbände, Vereine und Private, die sich 2025 auf 5,3 Millionen Franken beliefen. Davon sind 3,7 Millionen gesetzlich oder anderweitig vorgegeben und damit für die Gemeinde nicht beeinflussbar.

Die Gemeinde wertet den Abschluss nicht als grundsätzliche Entspannung der Finanzlage: Das Plus sei auch auf tiefere Investitionen und verschobene Vorhaben zurückzuführen. In den kommenden Jahren stehen weitere grössere Projekte an, auch der Investitionsbedarf im Tiefbau bleibt hoch. Der Gemeindesteuerzuschlag bleibt unverändert bei 150 Prozent.

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