30 Jahre Eselfest in Malbun

Eselfest in Malbun

Eselfest in Malbun | Fotos: Gregor Meier

Was heute Hunderte Besucher nach Malbun zieht, begann als Wettstreit unter Bauern. Weil Esel den Apfel- und Weinmost auf die höher gelegenen Alpflächen trugen, machten die beteiligten Landwirte einen Wettbewerb daraus: Wer sein Tier am schnellsten zum Aufstieg überredete, hatte gewonnen. Als motorisierte Fahrzeuge die Arbeit übernahmen, blieb das Rennen – und wurde zum Brauch.

Seit 1996 richtet ein eigens gegründeter Verein das Eselfest jeden August aus. Unterbrochen wurde die Reihe erst durch die Corona-Pandemie, die das Fest zwei Sommer lang ausfallen liess. Inzwischen reisen Teilnehmer nicht mehr nur aus den Nachbargemeinden an. Viele brachten ihre eigenen Esel mit.

Gemessen werden sich Esel und Reiter in zwei Disziplinen. Am Mittag galt es zunächst, im Hindernisparcours Geschicklichkeit zu beweisen – hier zählt weniger Tempo als die Frage, ob sich ein Tier überhaupt auf die Aufgabe einlässt. 50 Kinder nahmen daran teil.

Für Erheiterung sorgte ein besonderer Teilnehmer: der „Esel“ Elias Marxer, ein Unterländer, der seinen Polterabend auf dem Fest feierte – und den Parcours mit der Startnummer 1 absolvieren durfte. Am Nachmittag folgte der Grosse Preis von Malbun, ein Galopprennen quer durch den Ort und der eigentliche Höhepunkt des Tages.

Wer dabei am Samstag auf die Favoritin gesetzt hatte, lag falsch. Annika Litscher, die den Grand Prix 2024 mit der Eselin Jona gewonnen hatte, kam diesmal als Letzte ins Ziel. Den Sieg holte sich Jelena Beck mit Esel Nummer 2 – vor Elias Marxer und Nicole Litscher. Dahinter reihten sich Selina Lippuner, Michelle Giger und Lina Meier ein.

Um die Rangliste geht es am Ende ohnehin nur bedingt. Nach Angaben der Veranstalter erhalten sämtliche Teilnehmer denselben Preis: einen Sack Rüebli für ihr Tier.

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