Balzers schreibt schwarze Zahlen – und zieht Lehren aus dem Dorfplatz

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Der Dorfplatz Balzers ist im Wesentlichen sauber gebaut worden. Zu diesem Schluss kommt ein externer Prüfbericht der Grant Thornton AG, den der Gemeinderat an seiner Sitzung vom 17. Juni einstimmig zur Kenntnis nahm. Die gesetzlichen Grundlagen und der 2020 bewilligte Verpflichtungskredit von 14.5 Millionen Franken wurden grundsätzlich eingehalten – und am Ende blieb das Projekt sogar unter dem bewilligten Rahmen.

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Angestossen hatte die Sonderprüfung die Geschäftsprüfungskommission, obwohl der Kredit eingehalten wurde und kein konkreter Anlass vorlag. Der Gemeinderat stimmte im April 2025 mehrheitlich zu – nicht um Schuldige zu suchen, sondern um aus dem teuersten Bauprojekt der letzten Jahre für künftige Vorhaben zu lernen.

Ganz ohne Kritik kommt der Bericht aber nicht aus. Von 25 stichprobenartig geprüften Auftragsvergaben waren zwei auffällig: Hier hätte rückblickend ein höheres Vergabeverfahren gewählt werden müssen, weil Nachträge die Schwellenwerte überschritten. Die Prüfer monieren zudem, dass die Kostenüberschreitung mindestens ab Oktober 2022 bekannt war, erste Sparmassnahmen aber erst ab Juli 2023 erarbeitet wurden. Und während Fachausschüsse über drohende Mehrkosten informierten, fehlt davon in den Gemeinderatsprotokollen jede Spur. Auch die Verbuchung der PFAS-Entsorgung und drei von rund 300 zu spät bezahlte Rechnungen wurden bemängelt.

Der Gemeinderat zieht daraus drei Lehren: Bei Grossprojekten sollen früh auch Finanzfachleute beigezogen, die Folgekosten vorab geprüft und der Rat laufend und nachweisbar informiert werden. Die zugehörige Medienmitteilung gab das Gremium zur Veröffentlichung frei.

Erfreulicher fiel die Jahresrechnung 2025 aus. Sie schliesst mit einem Gewinn von rund 1.5 Millionen Franken – gut eine Million mehr als budgetiert. Die Gesamtrechnung weist einen Deckungsüberschuss von 4.7 Millionen Franken aus, fast zwei Millionen über dem Voranschlag. Die flüssigen Mittel wuchsen um 4.2 auf gut 8.2 Millionen Franken, das Eigenkapital steht per Ende 2025 bei knapp 136 Millionen. Der Gemeinderat genehmigte die Rechnung einstimmig und erteilte den Verantwortlichen Entlastung.

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