Fürstliche Sammlungen feiern Rubens mit spektakulärer Wiederentdeckung

Einblick in die Restaurierung des Decius Mus Zyklus

Einblick in die Restaurierung des Decius Mus Zyklus, hier "Decius Mus deutet seinen Offizieren den Traum" von Peter Paul Rubens aus dem Jahr 1616/17 | Bildquelle: The Princely Collections, Vaduz–Vienna

Die Fürstlichen Sammlungen Liechtenstein eröffnen das Rubensjahr 2027 mit einer Ausstellung, die ein selten gezeigtes Frühwerk des Meisters ins Zentrum rückt. Unter dem Titel „Im Dienst der Freiheit. Decius Mus und die Schlacht am Vesuv» ist vom 29. Januar bis 29. März 2027 im Gartenpalais in Wien der vollständige Decius-Mus-Zyklus zu sehen – erstmals seit Jahrzehnten wieder in seiner Gesamtheit.

Anlass ist der 450. Geburtstag von Peter Paul Rubens, einem der einflussreichsten Künstler der Kunstgeschichte. Die grösste private Rubens-Sammlung weltweit befindet sich im Besitz der Fürstlichen Sammlungen, und im Herzen dieses aussergewöhnlichen Bestands steht der monumentale Zyklus, mit dem das Jubiläumsjahr nun seinen glanzvollen Auftakt erhält.

Ein Schlüsselwerk aus Rubens‘ Frühzeit

Der Decius-Mus-Zyklus ist Rubens‘ erster Bilderzyklus dieser Art und zugleich der Beginn seiner Auseinandersetzung mit der Produktion von Tapisserien. In eindrucksvollen Szenen erzählt er die antike Geschichte des römischen Feldherrn Decius Mus – die Geschichte eines Mannes, der bereit ist, im Namen der Freiheit und der Gemeinschaft sein Leben zu riskieren. Es ist eine dramatische Erzählung, deren Aktualität bis heute berührt.

Entstanden sind die Gemälde als Entwürfe für Tapisserien. Sie geben damit faszinierende Einblicke in Rubens‘ Innovationskraft, in den Aufbau seiner berühmten Werkstatt in Antwerpen und in den strategischen Blick, mit dem der Künstler den Kunstmarkt seiner Zeit beobachtete.

Nach Forschung und Restaurierung wieder vereint

Erst nach umfassender Forschung und Restaurierung wird der gesamte Zyklus nun wieder zusammengeführt und in seiner Gesamtheit präsentiert. Ergänzt wird er durch internationale Leihgaben und Hauptwerke aus den Fürstlichen Sammlungen.

Die Schau eröffnet damit nicht nur neue Perspektiven auf Rubens‘ Arbeitsweise und seine Werkstattpraxis, sondern auch auf das Zusammenspiel von Kunst, Politik und Diplomatie im Europa des Barock. Für Besucher bietet sich die seltene Gelegenheit, ein zentrales Frühwerk des Meisters in seinem vollen Umfang zu erleben – und das ausgerechnet zum Auftakt eines Jahres, das ganz im Zeichen von Rubens steht.

Die Ausstellung „Im Dienst der Freiheit. Decius Mus und die Schlacht am Vesuv» ist vom 29. Januar bis 29. März 2027 im Gartenpalais in Wien zu sehen. Weitere Informationen unter liechtensteincollections.at.

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