Wo man dieses Jahr am günstigsten in die Ferien kann

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Der starke Franken macht es möglich: Wer 2026 sein Feriengeld optimal einsetzen will, kommt heute mit erstaunlich wenig sehr weit. Mehrere internationale Preisvergleiche zeichnen für dieses Jahr ein klares Bild – die grössten Schnäppchen liegen auf dem Balkan, in Südostasien und an einzelnen Küsten Südeuropas. Teuer wird es dagegen ausgerechnet vor der Haustür.

Osteuropa und der Balkan dominieren die Preisvergleiche. Im «Holiday Money Report» der britischen Post Office, der die Kosten für einen Korb von zwölf typischen Ferienausgaben vergleicht, gilt Sarajevo als das preiswerteste Städteziel Europas: Die zwölf Posten kosten dort umgerechnet rund 287 Euro. In den Top fünf folgen Bukarest, Tirana, Belgrad und das slowakische Trenčín. Acht der zehn günstigsten Städtereisen liegen in Osteuropa.

Besonders im Kommen ist Albanien. Die albanische Riviera rund um Saranda und Ksamil lockt mit türkisem Wasser und Stränden, die jenen Griechenlands kaum nachstehen – zu einem Bruchteil der Preise. Wer bescheiden unterwegs ist, kommt hier mit 30 bis 40 Franken pro Tag aus.

Für Fernreisende bleibt Südostasien die preiswerteste Region der Welt. Der «Backpacker Cost Index 2026» weist für die Region durchschnittliche Tageskosten von rund 32 US-Dollar aus – etwa 50 bis 60 Prozent weniger als in Westeuropa. Nepal liegt mit gut 21 Dollar pro Tag am unteren Ende, Thailand bei rund 25 Dollar. Der Balkan holt allerdings auf: Albanien und der Kosovo bewegen sich inzwischen im selben Bereich wie Thailand.

Wo der Franken am meisten wert ist

Für Reisende aus dem Franken-Raum lohnt sich auch der Blick auf die Wechselkurse. Am deutlichsten zugelegt hat der Franken gegenüber der türkischen Lira: Er ist in der Türkei rund 28 Prozent mehr wert als noch vor einem Jahr. Entsprechend günstig sind Badeferien – eine Woche All-inclusive ist in der Nebensaison schon ab etwa 400 Franken zu haben.

Auch Bulgarien gilt als preiswerte Alternative zu Spanien oder Griechenland. An Zielen wie Sonnenstrand, Goldstrand oder in Varna sollte man pro Person und Tag mit rund 45 bis 70 Franken rechnen – Unterkunft, Verpflegung und Freizeit inbegriffen.

Die Kehrseite: Wer das skandinavische oder alpine Lebensgefühl sucht, zahlt drauf. Im selben Städte-Vergleich ist Oslo das teuerste Ziel Europas; der Ausgabenkorb kostet dort umgerechnet rund 850 Euro – fast das Dreifache von Sarajevo. In der Spitzengruppe der teuersten Städte stehen ausserdem Kopenhagen, Edinburgh, Barcelona und – aus regionaler Sicht bemerkenswert – Genf.

Mit ein paar Tricks zusätzlich sparen

Über das Reiseziel hinaus entscheidet auch der Zeitpunkt. Flexible Daten senken die Kosten für Unterkunft und Flug um 20 bis 30 Prozent. Als ideale Nebensaison gelten der September in Europa und der Mai in Südostasien – dann sind die Preise tief und das Wetter meist noch angenehm. Wer früh bucht und auf die zweite Reihe hinter den bekannten Hotspots ausweicht, macht aus einem schmalen Budget eine grosse Reise.