Markus Beck offiziell als Vorsteherkandidat der FBP Schaan nominiert
Markus Beck als Vorsteherkandidat nominiert | Foto: Gregor Meier
Die FBP-Ortsgruppe Schaan hat am Sonntagvormittag in der Stein Egerta Vize-Vorsteher Markus Beck offiziell als Kandidaten für das Vorsteheramt nominiert. Vor zahlreichen Gästen bekräftigte die Partei damit, dass sie bei den Gemeinderatswahlen 2027 wieder mit einer eigenen Kandidatur um die Spitze der Gemeinde antritt.
Beck eröffnete seine Vorstellung mit einem Bild aus seiner grössten Leidenschaft, der Imkerei. „Als Imker übernehme ich die Verantwortung für meine Bienen», sagte er. Seine Aufgabe sei es, für gute Rahmenbedingungen, guten Schutz und einen guten Standort zu sorgen – ein Vergleich, den er bewusst auf das Vorsteheramt übertrug. „Schaan ist meine Heimat, mein Zuhause und meine Leidenschaft», betonte der Kandidat, der in der Gemeinde mit seiner Frau und den beiden Kindern lebt.
Beck ist in Schaan aufgewachsen und beim Amt für Volkswirtschaft tätig, wo er stellvertretender Leiter der Geldspielaufsicht ist. Seine politische Erfahrung reicht weit zurück: Von 2011 bis 2019 sass er bereits im Gemeinderat, seit 2023 ist er Vize-Vorsteher. Beruflich führte sein Weg von einer Lehre als Elektriker über 21 Jahre bei der Landespolizei – unter anderem im Kommissariat Ermittlung, im Staatsschutz und als stellvertretender Leiter des Kommissariats für Sonderdelikte – bis zur heutigen Tätigkeit in der Verwaltung.
Inhaltlich nannte Beck mehrere Schwerpunkte für seine Kandidatur: gesunde Finanzen und attraktive Steuern, bezahlbares Wohnen, gute und intakte Infrastrukturen, die Anliegen der Bevölkerung sowie deren Sicherheit. Die Ausgangslage der Gemeinde bezeichnete er als ausgezeichnet. Schaan stehe auf stabilen Fundamenten, geniesse eine hohe Lebensqualität und einen starken Zusammenhalt, der sich in einem aktiven Vereinsleben zeige, und sei zugleich Standort vieler grosser und kleiner Unternehmen mit hoher Innovationskraft. Seine Aufgabe als Vorsteher sehe er darin, diese Rahmenbedingungen gemeinsam mit dem Gemeinderat, der Verwaltung und der Bevölkerung weiter zu stärken.
Nominiert im Dialog mit dem Publikum
Statt einer klassischen Rede wählte die Ortsgruppe ein interaktives Format: Hinter ausgewählten Zahlen verbargen sich Stichworte, zu denen Beck jeweils Stellung nahm – von Infrastruktur und Wirtschaft über Verantwortung und Leidenschaft bis zu Vereinsleben und Zusammenarbeit. Bei der Infrastruktur verwies er auf die zahlreichen gemeindeeigenen Anlagen von der Reinigungsanlage über Sportanlagen bis zu den Kindergärten, die es zu unterhalten und gut zu schützen gelte. Beim Stichwort Wirtschaft hob er die starke Industrie, das Gewerbe und die Innovationskraft hervor und betonte die Bedeutung attraktiver Industrieflächen.
Bei der Zusammenarbeit zeigte sich Beck überzeugt, dass der Gemeinderat in den vergangenen Jahren dank einer zielgerichteten Mentalität viel bewegt habe. Diese Kultur wolle er weiterführen und ausbauen – innerhalb der Partei, aber ausdrücklich auch im Austausch mit der Bevölkerung. Die kommenden Monate will der Kandidat nutzen, um mit möglichst vielen Schaanern ins Gespräch zu kommen, Meinungen abzuholen und politische Inhalte zu diskutieren.
Wettbewerb um die Nachfolge nimmt Gestalt an
Mit der Nomination Becks ändert sich die Ausgangslage gegenüber 2023, als die FBP Schaan noch ohne eigenen Vorsteherkandidaten angetreten war. Die VU hat ihren Kandidaten Christoph Lingg bereits im März nominiert. Der Wettbewerb um die Nachfolge des amtierenden Vorstehers Daniel Hilti nimmt damit Gestalt an. Parallel zur Vorsteher-Kandidatur will die FBP Schaan in den kommenden Monaten ein vollständiges Kandidatenteam aufstellen; dessen Nomination ist für den 26. November 2026 geplant.
