Grossbritannien schlägt EU-Binnenmarkt für Waren vor

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Grossbritannien hat der Europäischen Union einem Medienbericht zufolge einen gemeinsamen Binnenmarkt für Waren vorgeschlagen. Dieser Vorschlag sei in Brüssel jedoch auf Ablehnung gestossen, berichteten die Zeitung «The Guardian» und der Sender BBC am Samstag.

Die EU habe stattdessen vorgeschlagen, dass Grossbritannien einer Zollunion oder dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) beitrete. Beide Optionen würden jedoch voraussetzen, dass Premierminister Keir Starmer seine Ablehnung der Personenfreizügigkeit für Arbeitnehmer aufgibt.

Britische Regierungsvertreter erklärten dem «Guardian» zufolge, die EU habe den Vorschlag für einen Warenbinnenmarkt nicht endgültig abgelehnt. Das Thema gehöre zu den Optionen für den geplanten EU-Grossbritannien-Gipfel im Juli.

Das britische Kabinettsbüro lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab, teilte jedoch mit, die Regierung verhandle vor dem Gipfel über ein „ehrgeiziges Massnahmenpaket». Dazu gehörten Abkommen über den Handel mit Lebensmitteln und Getränken sowie über den Emissionshandel.

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