Mit dem Auto durch Europa: Welche Besonderheiten in verschiedenen Ländern gelten
Wenn man mit dem Auto durch Europa reist, sollte man sich nicht nur über die Strecke informieren. Viele Länder haben zusätzlich auch noch ganz eigene Regeln für die Maut, Umweltzonen oder auch die Pflichtausstattung im Fahrzeug. Was in Deutschland fast selbstverständlich wirkt, kann im Ausland schnell zu Problemen oder Bussgeldern führen. Vor allem bei Fahrten durch mehrere Länder wird die Vorbereitung deshalb immer wichtiger. Viele Vorschriften wurden in den letzten Jahren angepasst oder digitalisiert. Wenn man sich hier gut informiert, kann man unnötigen Stress unterwegs vermeiden.
Die Mautregeln in Österreich
Österreich gehört für einige zu einem der wichtigsten Transitländern in Europa. Gleichzeitig gelten dort aber auch ganz klare Mautregelungen auf Autobahnen und Schnellstrassen. Vor nicht allzu langer Zeit wurden noch die klassischen Vignetten genutzt und heute informieren sich fast alle Fahrer über die digitale Vignette für Österreich. Kontrollen erfolgen hier in vielen Fällen automatisch über Kennzeichenerfassung ab. Ausserdem gelten auf einigen Strecken Sondermauten, wie zum Beispiel für Tunnel oder bestimmte Alpenstrassen. Vor allem bei längeren Fahrten durch Österreich sollte deshalb vorab geprüft werden, welche Strecken noch einmal zusätzlich Kosten mit sich bringen.
Italien kontrolliert Innenstädte streng
In Italien sorgen vor allem die sogenannten “ZTL-Zonen” regelmässig für Probleme bei Touristen. Es handelt sich hierbei um verkehrsbeschränkte Innenstädte, die nur mit einer Genehmigung befahren werden dürfen. Oft wird die Zufahrtsbeschränkung erst dann erkannt, wenn es schon zu spät ist. Kameras erfassen Kennzeichen automatisch und Bussgelder werden oft erst Monate später verschickt. Vor allem in historischen Innenstädten gelten strenge Regeln. Deshalb sollte vor der Reise noch einmal gründlich geprüft werden, ob eventuell die Hotels Zufahrtsgenehmigungen organisieren können.
Frankreich nutzt Umweltplaketten
Auch Frankreich hat in vielen Städten Umweltzonen eingeführt. Für die Einfahrt wird dort dann meist eine spezielle Umweltplakette benötigt. Deutsche Umweltplaketten reichen dafür nicht aus. Vor allem Paris, Lyon oder Marseille kontrollieren Umweltzonen mittlerweile viel strenger als vor einiger Zeit. Teilweise gelten die Einschränkungen auch wetterabhängig oder nur an bestimmten Tagen. Auch die Tempolimits unterscheiden sich zum Teil stark von deutschen Regelungen. Vor allem die Landstrassen werden hier sehr intensiv überwacht.
Die Schweiz achtet streng auf Verkehrsverstösse
In der Schweiz gelten vor allem feste Regeln für Autobahnen und Geschwindigkeiten. Die Vignette bleibt dort weiterhin verpflichtend und wenn es zu Geschwindigkeitsverstössen kommt, wird streng geahndet. Mitunter ist es hier also am wichtigsten, Tempolimits konsequent einzuhalten. Schon die kleinsten Überschreitungen können hohe Strafen verursachen. Zusätzlich sind Dashcams oder Handynutzung am Steuer in bestimmten Situationen problematisch und auch Parkregelungen unterscheiden sich deutlich von deutschen Städten.
Wie sich Kroatien und Slowenien unterscheiden
Viele Reisende fahren im Sommer gerne über Slowenien nach Kroatien. Dabei gelten in diesen beiden Ländern sehr unterschiedliche Regelungen. Slowenien nutzt zum Beispiel ein Vignettensystem, wobei Kroatien streckenabhängige Stationen für die Maut einsetzt. Wenn man mehrere Länder durchquert, sollte man zusätzlich ausserdem prüfen, welche Zahlungsmöglichkeiten akzeptiert werden und wie die jeweiligen Systeme funktionieren. Vor allem in der Hauptsaison entstehen an Mautstationen längere Wartezeiten.
Die Pflichtausstattung unterscheidet sich je nach Land
Nicht nur Mautsysteme unterscheiden sich innerhalb Europas. Auch die vorgeschriebene Ausstattung im Fahrzeug variiert zum Teil stark. Je nach Land können folgende Dinge vorgeschrieben sein:
- Warnwesten für alle Insassen
- Ersatzlampen
- Feuerlöscher
- bestimmte Verbandskästen
- Alkoholtester
Eine gute Vorbereitung spart Zeit
Einige Probleme auf Autoreisen entstehen heutzutage vor allem durch die unterschiedlichen Vorschriften innerhalb Europas. Digitale Mautsysteme oder regionale Sonderregelungen verändern sich. Das trifft auch auf bestimmte Umweltzonen zu. Um lästige Gebühren und Stress auf der Reise zu vermeiden, sollte man sich vor der Abfahrt am besten noch einmal kurz mit den wichtigsten Besonderheiten des jeweiligen Landes beschäftigen. Vor allem bei Fahrten durch mehrere Länder sollte eine gute Vorbereitung fest zur Reiseplanung gehören.

