Musk scheitert mit Klage gegen OpenAI vor Gericht
Eine Jury in Oakland (Kalifornien) hat am Montag die Klage von Elon Musk gegen OpenAI und dessen Führungsspitze abgewiesen. Das Verfahren endete nach einem dreiwöchigen Prozess mit einer klaren Niederlage für den Tesla- und SpaceX-Chef: Die Geschworenen brauchten rund 90 Minuten, um zu entscheiden, dass Musks Klage verjährt ist. Richterin Yvonne Gonzalez Rogers bestätigte das Urteil.
Musk hatte OpenAI-Chef Sam Altman, Firmenpräsident Greg Brockman und das Unternehmen selbst im Februar 2024 verklagt. Er warf ihnen vor, sich auf Kosten der gemeinnützigen Stiftung, aus der OpenAI entstanden ist, unrechtmässig bereichert zu haben. Konkret störte sich Musk daran, dass OpenAI zunehmend auf eine gewinnorientierte Struktur umgebaut wurde – was er als Verrat am ursprünglichen Gründungsgedanken wertete.
Musk verlangte vor Gericht, dass OpenAI über 130 Milliarden Dollar an seinen gemeinnützigen Arm zurückzahlt. Zudem wollte er erreichen, dass Altman und Brockman ihre Führungsposten verlieren und die Unternehmensumstrukturierung rückgängig gemacht wird.
Den Ausschlag für das Urteil gab letztlich eine formale Frage: Die Jury befand, dass Musk bereits ab 2021 über das beanstandete Verhalten informiert war – und damit die gesetzliche Klagefrist längst abgelaufen war, als er 2024 vor Gericht zog. Auch die Klage gegen Microsoft, das massgeblich in OpenAI investiert hat, wurde abgewiesen.
Der Ausgang des Verfahrens ist eine empfindliche Niederlage für Musk, der OpenAI einst als Mitgründer und Geldgeber mitaufgebaut hatte, das Unternehmen aber 2018 verliess. Seither hat er mit «xAI» und dem Chatbot Grok eine eigene KI-Konkurrenz aufgebaut und OpenAI wiederholt scharf angegriffen. Altman und OpenAI hatten die Klage stets als rechtlich haltlos bezeichnet. Das Urteil gibt ihnen nun recht – zumindest vor Gericht.
