125 Jahre Feuerwehr Triesen: Ausstellung und Jubiläumsbuch im Gasometer
Mit einer eindrucksvollen Ausstellung und der Präsentation eines neuen Jubiläumsbuches hat die Freiwillige Feuerwehr Triesen am Samstag ihr 125-jähriges Bestehen gefeiert. Im Gasometer wurde dabei nicht nur auf die bewegte Geschichte zurückgeblickt, sondern auch ein Zeichen für die Zukunft gesetzt.
Die Wurzeln der Feuerwehr reichen zurück ins Jahr 1901. Nach Jahrzehnten verheerender Brände, insbesondere im Gebiet „Winkel“ zwischen Gabont und Storfstrasse, beschlossen die Triesner zu handeln. Katastrophen wie der Brand vom 3. März 1859, bei dem fünf Gebäude zerstört und 44 Menschen obdachlos wurden, hatten ihre Spuren hinterlassen. Spätestens nach der Tragödie von 1868 wurde klar: Eine organisierte Brandbekämpfung war unerlässlich. Vorsteher Xaver Bargetzi erhielt den Auftrag zur Gründung – erster Hauptmann wurde der Spengler August Sprenger.
Heute, 125 Jahre später, steht Kommandant Florian Kindle an der Spitze von 63 Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Seit zwei Jahrzehnten selbst im Dienst, betonte er bei der Eröffnung vor allem einen Wert: „Eines ist mir immer geblieben – das Wort Miteinander.“
Mehr als eine klassische Ausstellung
Die Ausstellung im Gasometer überrascht durch ihren modernen und erlebnisorientierten Zugang. Unter dem Titel „Feuer Wasser“ ist ein vielschichtiges Projekt entstanden, das Technik, Geschichte und menschliche Aspekte miteinander verbindet. Verantwortlich dafür zeichnen neben Florian Kindle auch sein Stellvertreter André Ogg sowie Fredy Kindle und Fabian Bürzle – unterstützt von zahlreichen Helferinnen und Helfern.
Neben historischen Gerätschaften und eindrucksvollen Einblicken in Einsätze stehen vor allem die Menschen im Mittelpunkt: 63 Porträts zeigen jene, die die Feuerwehr heute tragen. Begriffe wie Einsatz, Kameradschaft und Zusammenhalt werden so greifbar gemacht.
Gasometer-Leiterin Petra Büchel zeigte sich beeindruckt: „Was die Feuerwehr ist, habe ich in den letzten Wochen und Tagen hier erleben dürfen: Gemeinschaft, Zusammenhalt und Einsatz – und die Fähigkeit, eine solche Ausstellung auf die Beine zu stellen.“
Ein Buch als Brücke zwischen Generationen
Parallel zur Ausstellung wurde das neue Jubiläumsbuch vorgestellt. Autor Hans-Rainer Miller und sein Redaktionsteam haben darin die vergangenen 25 Jahre dokumentiert – als Ergänzung zur bereits bestehenden Chronik und als Vermächtnis für kommende Generationen.
Das Werk beleuchtet zentrale Entwicklungen wie den Bau des neuen Feuerwehrdepots, die Anschaffung moderner Fahrzeuge wie des Tanklöschfahrzeugs 2006 und des Autodrehleiters 2018 sowie die Gründung der Jugendfeuerwehr. Auch prägende Ereignisse wie Grossbrände in Gapont, am Garnetschhof und bei der Sägerei Schurti finden ihren Platz.
Darüber hinaus wirft das Buch einen Blick zurück auf die Anfänge: von einfachen Handspritzen und Schlauchwagen bis hin zu historischen Vorschriften wie der Feuerlöschordnung von 1790, die etwa offene Lichter in Stallungen streng untersagte.

